"Die Sprache ist die Kleidung der Gedanken" Samuel Johnson

Schlagwort: Forschung (Seite 2 von 8)

Relikte aus den Befreiungskriegen

Die nationalen Logos: Bundesflagge und Eisernes KreuzUnsere nationalen Symbole gehen auf die Zeiten der Befreiungskriege zurück. Das fiel mir auf, als ich heute die überarbeitete Version von Dieter Hoppes vierteiliger Abhandlung „Der Freiheit eine Gasse“ sichtete und diese anstelle der bisherigen Texte ins Internet transportierte. Die Farbzusammenstellung unserer Nationalflagge ergibt sich aus einem (historisch verbürgten) Ausspruch in den Befreiungskriegen: Aus der Schwärze (schwarz) der Knechtschaft durch blutige (rot) Schlachten ans goldene (gold) Licht der Freiheit, so steht es in der Wikipedia
Ebenso hat das Eiserne Kreuz (EK) seinen Ursprung als Auszeichnung in den Befreiungskriegen. Es wird heute noch aufgrund seiner identitätsstiftenden Tradition als Hoheitszeichen der Bundeswehr verwendet.
Mittlerweile hat D. Hoppes Gesamtwerk mit dem Ausgangspunkt an einer Melsunger Gedenktafel einen Umfang von 184 Seiten Das vorhandene Inhaltsverzeichnis bedarf daher einiger kleiner Korrekturen bei den Seitenangaben. Aber wie ich den Historiker kenne, findet er bestimmt noch weitere Details, die sein Werk wachsen lassen…

Hospizgruppe Felsberg/Melsungen

Zur Homepage der Hospizgruppe Felsberg/Melsungen

Die Hospizgruppe Felsberg/Melsungen kümmert sich um Sterbende und deren Angehörige. Der Tod ist für alle unausweichlich, jedoch fällt es immer mehr Menschen schwer, damit umzugehen. Kürzlich führte ich mit einem jungen Mann eine Diskussion, welcher aktive Sterbehilfe befürwortete. Eine Änderung unserer Gesetze in diese Richtung lehne ich ab, ebenso die Lebensverlängerung um jeden Preis mit Hilfe der sogenannten Apparatemedizin. Anfang dieses Jahres habe ich persönlich beim Sterben meiner Mutter erfahren, wie ein würdevolles Lebensende mit Hilfe der Palliativmedizin in einem Hospiz möglich ist. Die auf der Website genannte Koordinatorin kann die 1. Anlaufstelle sein, wenn Sie sich mit dieser Thematik beschäftigen wollen oder müssen.

Porzine Influenza

H1N1-VirenWenn die Panik ausbricht ist es zu spät, sich impfen zu lassen. – So dachte ich, als ich mich vor 3 Tagen von meinem Hausarzt impfen ließ. Die Nebenwirkungen waren gering: Ein Gefühl wie ein leichter Muskelkater im Arm mit der Einstichstelle und etwas Gliederschmerzen am Tag danach. Heute ist davon nichts mehr zu merken. Es bleibt das Gefühl, dass man wohl vor einer möglichen Infizierung weitgehend geschützt ist.
Ein zum gleichen Virenstamm gehörender Erreger hat weltweit vor ca. 90 Jahren zwischen 25 und 50 Millionen Menschen getötet. Wer sich darüber informieren möchte, finden den Ausgangspunkt zu weitergehenden Recherchen in der Wikipedia:
Spanische Grippe
Schweinegrippe
H1N1

Beginn des 1. Weltkrieges vor 95 Jahren

Sechs junge Felsberger jüdischen Glaubens starben als deutsche Soldaten im 1. Weltkrieg.
Es war damals für deutsche Juden selbstverständlich, ihre Heimat zu verteidigen. Abgesehen vom Glauben gab es im Kampf und beim Sterben keine Unterschiede. Dieter Hoppe zitiert den Historiker Golo Mann zum Kriegseintritt 1914:
„Dies rheinische und schlesische und ostpreußische, dies badische, schwäbische und bayerische Judentum. Es war deutsch in seinen Tugenden, deutsch in seinen Untugenden, es war patriotisch, es war überwiegend konservativ. Diese jüdischen Kaufleute, Gelehrten, Ärzte, diese jüdischen Kriegsfreiwilligen von 1914 und 1917 – es gab nichts Deutscheres.“
Die Ausarbeitung “Aufruf zur Teilnahme am 1. Weltkrieg für jüdische Bürger” von Dieter Hoppe finden Sie als pdf Datei (10 Seiten, 3 MB)

PS: Anlässlich der Wende-Ereignisse vor 20 Jahren und des Nachdenkens über Weltkriege ist ein Video sehenswert:
Der Dritte Weltkrieg – ZDF History TV-Fiktion
Der dort geschilderte Ausgang wäre durchaus möglich gewesen – Einen Putschversuch in Moskau hat es ja damals gegeben …

Der Freiheit eine Gasse – das komplette Inhaltsverzeichnis ist fertig

majdanekDie in der Melsunger Altstadt angebrachte deutsch-russische Gedenktafel für einen russischen Oberst aus den Befreiungskriegen war Anlass für eine am Ende mehr als 180 Seiten lange Abhandlung zum Begriff der Freiheit. Dieter Hoppe verbringt seit Jahren seinen Ruhestand nicht mit Müßiggang sondern mit der akribischen Suche nach Details zur lokalen und zur deutschen Geschichte. Immer wieder lädt er mich (Konrad Rennert) zur Entgegennahme neuer Veröffentlichungen ein. Seine Frau, die ihn bei seinen Forschungen unterstützt, hat bei unseren Treffen Kaffee und Kuchen vorbereitet. So kann man die anstehenden Themen gut besprechen, bevor dann im Arbeitszimmer des Autors der mitgebrachte Memorystick zum Abtransport des neuen Materials zum Einsatz kommt. Die abgebildete Briefmarke ist eines von vielen Details in seiner ursprünglich als Vortrag geplanten Abhandlung. Das Inhaltsverzeichnis mit Verlinkungen zu allen vier Teilen von „Der Freiheit eine Gasse“ finden Sie nachstehend. Weiterlesen

Wilhelm Tell und Arminius – Heckenschützen oder Freiheitskämpfer?

Briefmarke aus Dieter Hoppes Archiv“Durch diese hohle Gasse muss er kommen. Es führt kein andrer Weg nach Küssnacht.” So steht es in Friedrich Schillers “Wilhelm Tell” (IV, 3). Tell lauerte dem habsburgischen Landvogt Gessler im Hinterhalt an einem Hohlweg auf und hat ihn dann mit der Armbrust erschossen. Das Land wurde von einem Tyrannen befreit. Für die Schweizer ist er seitdem ein Freiheitsheld, für die damaligen Machthaber in der Region war es dagegen feiger Mord aus dem Hinterhalt.
Ähnlich gespalten ist man in der Beurteilung von Arminius, einem Angehörigen aus germanischem Adel, welcher zunächst im römischen Heer eine Karriere machte und sich dann gegen seine zivilisatorisch überlegenen römischen Förderer entschied. Er brachte den römischen Legionen aus dem Hinterhalt in den germanischen Wäldern eine empfindliche Niederlage in der sogenannten Varusschlacht bei. Aus Sicht der Römer war es Verrat, aus Sicht der Germanen war er ein Freiheitskämpfer, welcher sich dem Machtstreben der Römer entgegenstellte. Rom baute den Limes und Germanien wurde von weiteren Expansionsgelüsten verschont.
Werden die heutigen muslimischen Attentäter im Nahen und Mittleren Osten einen ähnlichen Ruhm im Kampf gegen Besatzer erlangen? Für die westlich geprägten Menschen sind es feige, hinterhältige Mörderbanden, welche archaische Strukturen einführen wollen und Freiheit und Demokratie ablehnen. Wir werden wohl nicht mehr erfahren wie das zukünftige Historiker dieser Länder beurteilen.
2000 Jahre nach der berühmten Schlacht in Germanien erweitert Dieter Hoppe seine Ausarbeitung „Der Freiheit eine Gasse“ um den 3. Teil: pdf-Dokument (46 Seiten, 11 MB)
Die Varusschlacht liegt 2000 Jahre zurück. Dazu gibt es jetzt bei YouTube einen Beitrag:
Armin Maiwald, einer der Erfinder der bekannten Kindersendung „Die Sendung mit der Maus“ erklärt, warum die Angriffstaktik der Germanen in der Varusschlacht so erfolgreich war.

Das Wort Guerilla kommt aus dem spanischen und bedeutet Kleinkrieg

Briefmarke aus Dieter Hoppes Archiv
Dieter Hoppes Veröffentlichungen im Internet wachsen und als Leser seiner Ausarbeitungen erhält man stetig neue Informationen. An vielen Orten hat er recherchiert und Interessantes zusammengestellt.
Erschienen einem Teil der 68er Generation sogenannte Freiheitskämpfer wie Che Guevara als antiimperialistische Helden, so waren es etwa eineinhalb Jahrhunderte zuvor die Freiheitskämpfer, welche sich gegen die Herrschaft des französischen Imperators auflehnten und oft im Kampf oder durch Hinrichtung das Leben lassen mussten. Ein spanischer Adeliger, Francisco de Xavier Mina (1789-1817), führte die Kampfmethoden des modernen Kleinkrieges (Guerilla) ein, welche auch heutzutage noch manche Großmacht zur Aufgabe ihrer Herrschaftsansprüche verzichten lassen (Vietnam, Afghanistan, Irak), will sie nicht den eigenen Ruin in Kauf nehmen.
Gestern war ich mal wieder beim Kaffee bei Dieter Hoppe und seiner Frau. Wir plauderten über seine stetig wachsenden Projekte und am Ende nahm ich seine neuen Forschungsergebnisse auf einem Memorystick mit, um sie hier zu veröffentlichen.
Die neue umfangreiche Ausarbeitung finden Sie im Anhang als pdf-Datei mit einer Länge von 56 Seiten. Es ist der Teil 2 der Reihe “Der Freiheit eine Gasse“: Die Freiheitskriege gegen Napoleon offenbarten die Zerrissenheit der Regionen in Mittel- und Südeuropa. In unterschiedlichen Allianzen kämpften deutschsprachige Bayern gegen Tiroler und rheinische Vasallen gegen Preußen.
Der bereits erschienene 1. Teil wurde ebenfalls überarbeitet und ergänzt und wird demnächst bereitgestellt. Die gestern erstellte Kopie von Teil 1 war auf Memorystick leider nicht mehr abrufbar. Der 3. Teil wird in seiner vorläufigen Version in den nächsten Tagen hier erscheinen.
pdf-Dokument mit Teil 2 (56 Seiten, 12 MB)

Ausgangspunkt: Bedriaga Gedenktafel an der Melsunger Rosenapotheke

Jérôme Bonaparte, König des Königreichs Westphalen

Dieter Hoppe beschäftigt sich intensiv mit den Kampfhandlungen der Befreiungskriege im neu geschaffenen Königreich Westphalen welches von Napoleons Bruder von 1807 bis 1813 aus der Hauptstadt Kassel regiert wurde. Seine Ausarbeitung, in deren Mittelpunkt der russische Oberst Bedriaga steht, ist mittlerweile 26 Seiten lang. Er stellte jetzt auf 21 weiteren Seiten Texte und viele Bilder bereit, um uns die handelnden Personen und das damalige Geschehen näherzubringen. Wer bereits den 1. Teil gelesen hat, sollte zur Fortsetzung auf der Seite 6 des erweiterten pdf-Dokumentes weiterlesen.
pdf-Dokument (26 Seiten, 6 MB)

 

 

 

 

 

Bedriaga-Gedenktafel in Melsungen

GedenktafelAufhänger für diesen Beitrag von Dieter Hoppe ist die Gedenktafel am Haus der Rosenapotheke „Am Markt 4 in Melsungen“.
Hoppe schreibt:“Diese Tafel ist in ganz Deutschland eine Rarität. Sie nimmt Bezug auf die preußisch-(deutsch)-russische Zusammenarbeit im 19. Jahrhundert. Durch ein stillschweigendes Einverständnis dieser beiden Mächte wurden mehr militärische Konflikte in Europa an ihrem Ausbruch gehindert bzw. beschränkt. Gestern Abend fand ich noch zwei Details mit einem Bezug zu Nordhessen, den ich in hiesigen Quellen nie gesehen habe.“
Mehr zur Person des russischen Generals finden Sie im pdf-Dokument (23 Seiten, 5 MB)
In diesem Zusammenhang plant Dieter Hoppe weitere Veröffentlichungen zu den Fragen:
Was versteht man eigentlich unter den Freiheitskriegen, warum kam es zu einem europaweiten Widerstand, wo doch u. a. das Rechtssystem (Code Napoléon) so modern war?
Was ist eigentlich Freiheit?
Wer war nun der Stifter der Gedenktafel? Was waren seine Beweggründe?

"Berüchtigte Wohlfahrtsempfänger" in Felsberg

Im Marburger Staatsarchiv fand der Historiker Dieter Hoppe (dh) Akten aus der NS-Zeit welche belegen, dass es auch Menschen gab, die ihren jüdischen Mitbürgern zur Seite standen, als sie vom Pöbel angegriffen wurden. Das in der hier abrufbaren pdf-Datei (601 kb) abgebildete Dokument wurde im Zusammenhang mit Dieter Hoppes Recherchen für die Melsunger-Stolperstein-Initiative gefunden.

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