Wilhelm Tell und Arminius – Heckenschützen oder Freiheitskämpfer?

Briefmarke aus Dieter Hoppes Archiv„Durch diese hohle Gasse muss er kommen. Es führt kein andrer Weg nach Küssnacht.“ So steht es in Friedrich Schillers „Wilhelm Tell“ (IV, 3). Tell lauerte dem habsburgischen Landvogt Gessler im Hinterhalt an einem Hohlweg auf und hat ihn dann mit der Armbrust erschossen. Das Land wurde von einem Tyrannen befreit. Für die Schweizer ist er seitdem ein Freiheitsheld, für die damaligen Machthaber in der Region war es dagegen feiger Mord aus dem Hinterhalt.
Ähnlich gespalten ist man in der Beurteilung von Arminius, einem Angehörigen aus germanischem Adel, welcher zunächst im römischen Heer eine Karriere machte und sich dann gegen seine zivilisatorisch überlegenen römischen Förderer entschied. Er brachte den römischen Legionen aus dem Hinterhalt in den germanischen Wäldern eine empfindliche Niederlage in der sogenannten Varusschlacht bei. Aus Sicht der Römer war es Verrat, aus Sicht der Germanen war er ein Freiheitskämpfer, welcher sich dem Machtstreben der Römer entgegenstellte. Rom baute den Limes und Germanien wurde von weiteren Expansionsgelüsten verschont.
Werden die heutigen muslimischen Attentäter im Nahen und Mittleren Osten einen ähnlichen Ruhm im Kampf gegen Besatzer erlangen? Für die westlich geprägten Menschen sind es feige, hinterhältige Mörderbanden, welche archaische Strukturen einführen wollen und Freiheit und Demokratie ablehnen. Wir werden wohl nicht mehr erfahren wie das zukünftige Historiker dieser Länder beurteilen.
2000 Jahre nach der berühmten Schlacht in Germanien erweitert Dieter Hoppe seine Ausarbeitung „Der Freiheit eine Gasse“ um den 3. Teil: pdf-Dokument (46 Seiten, 11 MB)
Die Varusschlacht liegt 2000 Jahre zurück. Dazu gibt es jetzt bei YouTube einen Beitrag:
Armin Maiwald, einer der Erfinder der bekannten Kindersendung „Die Sendung mit der Maus“ erklärt, warum die Angriffstaktik der Germanen in der Varusschlacht so erfolgreich war.

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