Elke Rennert liest 2 Märchen am Ufer der Eder

Details zum Märchen finden wir in der Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Vom_Fischer_und_seiner_FrauVon dem Fischer un syner Fru (Vom Fischer und seiner Frau) ist ein plattdeutsches Märchen (ATU 555) von Philipp Otto Runge. Die Brüder Grimm nahmen es an 19. Stelle (KHM 19) in ihre Sammlung der Kinder- und Hausmärchen auf…“

Details zum Märchen finden wir in der Wikipedia:
https://de.wikipedia.org/wiki/Die_Nixe_im_Teich  „Die Nixe im Teich ist ein Märchen (ATU 316, 313). Es steht in den Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm ab der 5. Auflage von 1843 an Stelle 181 (KHM 181) und basiert auf einem Märchen aus der Oberlausitz von Moriz Haupt in dessen Zeitschrift für deutsches Altertum von 1841. Ludwig Bechstein übernahm es nach derselben Vorlage in sein Deutsches Märchenbuch als Der Müller und die Nixe (1845 Nr. 50, 1853 Nr. 41).“

Die ersten Märchenlesungen vom April 2020 sind in einer Playlist zusammengefasst:

Weitere Märchenlesungen gibt es auf ihrem neuen  YouTube-Kanal

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Mit dem E-Bike auf Urlaub in der Grimmheimat

Abseits des Edertals müssen viele Anstiege bewältigt werden

Rotkäppchen brauchte noch keinen Strom. Sie lief eine halbe Stunde durch den Wald, um der Großmutter Kuchen und Wein ans Bett zu bringen. Die heutigen Großmütter und Großväter bewegen sich oft per E-Bike durch die Wälder und Auen der Grimmheimat. Weil sie im Wald nicht von Rotkäppchen und den sieben Zwergen verwöhnt werden, bestellen Sie ihren Kuchen und Wein beim nächsten Wirt. Oft brauchen sie als Zugabe auch noch Strom für den nächsten Streckenabschnitt. Elektrischer Strom wird in Grimms-Märchen nicht erwähnt und findet demzufolge auch nur selten Erwähnung im Angebot für die Besucher der Region.

Ladestation am Kutscherhus

Dabei wäre ein Angebot kaum mit hohen Kosten verbunden. Anders als bei Elektroautos müssen keine hohen Investitionen für Ladestationen getätigt werden, wenn Gastronomen die E-Biker bei der Weiterfahrt unterstützen wollen. Wer bei längeren Radtouren zu Zwischenstopps einkehrt, hat sein Ladegerät üblicherweise dabei. Bei einer Leistungsaufnahme von 140 Watt, müsste ein Gast schon 7 Stunden bleiben und dabei mehrere Akkus aufladen, um beim Wirt den Stromzählerstand um eine Kilowattstunde zu erhöhen. Das würde dem Gastronomen ca. 0,30 Euro kosten. Der Speisen- und Getränke-Umsatz eines mit dem E-Bike angereisten Gastes ist aber wahrscheinlich um mehr als das Hundertfache größer als die 10 bis 15 Cent Stromverbrauch innerhalb einer üblichen Aufenthaltsdauer von 2 Stunden. Die Stromkosten werden zudem vom E-Biker gern als zusätzliches Trinkgeld gezahlt, wenn es denn diesen Service geben würde.

Was müsste ein Gastronom tun, um diese Klientel zu gewinnen? Ein Hinweiszeichen für gut erreichbare Steckdosen im Blickfeld des Gastes reichen aus. Notfalls könnte man eine Kabeltrommel bis zum Biergarten oder zur Cafe-Terrasse ausrollen. Damit per E-Bike anreisende neue Gäste den Service zum Nachladen erkennen können, könnte man auf der ausgehängten Speisekarte oder auf der Website einen Hinweis anbringen: „Eine Schuko-Steckdose wird für die mitgebrachten Ladegeräte der E-Biker auf Anfrage bereitgestellt.“ Wenn das Stromangebot Zuspruch findet und den Umsatz steigert, kann später eine professionelle Lösung gewählt werden, wie wir sie beim Kutscherhus in Basdorf nahe des Edersees vorgefunden haben.

Radeln durch die Grimmheimat, statt Autofähre nach Finnland

Hintergrund dieses Beitrages ist die eigene Recherche und die Erfahrungen im Pandemiesommer 2020. Nordhessen und das angrenzende Weserbergland wurde mangels risikoarmer Alternativen zum Ziel unseres Sommerurlaubs. Bis auf die dürftige Gastronomie gab es nichts zu bemängeln.

Die gerade erworbenen E-Bikes ermöglichen ungewohnten Zugang zur Natur. Zu Fuß ist es mühsam entlegene Orte zu erkunden und mit dem normalen Rad meiden untrainierte Senioren wie wir die anspruchsvollen Radwege im Mittelgebirgsraum. Das Pedelec gleicht die nachlassende Kondition aus. Bei unseren Unternehmungen legten wir mit dem E Bike bisher zirka 1000 Kilometer zurück. Gab es an den Etappenzielen Gästezimmer oder Jugendherbergen, konnte man dort den Akku aufladen. Das Aufladen zwischendurch war aber schwierig. Das bergige Gelände reduzierte die in der Beschreibung der E-Bikes angegebene Strecke mit elektrischer Unterstützung um 60 bis 80 Prozent. Wer am Edersee abfährt kommt nach ca. 30 Kilometern mit leerem Akku am Twistesee an.

Einmal gedachten wir, im Restaurant des Landauer Schlosses zu speisen, welches uns Freunde empfohlen hatten. Das Schloss und der Brunnen mit den Märchenfiguren des Froschkönig sehen ansprechend aus, aber in schlechter Erinnerung blieb die Auskunft an der Rezeption, dass E-Biker nur bei Hotelbuchungen mit Strom versorgt werden. So fuhren wir hungrig weiter zum Staudamm am Twistesee. Am Kiosk mit der Anmeldung konnte man zwar Kaffee und Kuchen ordern aber nebenbei den Akku mit Strom für ein paar Cent nachzuladen wurde nicht gestattet. Also fuhren wir stromlos weiter zur nächsten Bewirtungsmöglichkeit. Man kommt sich dann nicht mehr als Kunde, sondern als lästiger Bettler vor, der statt um einen Euro um Strom im Bereich von 10 Cent bettelt. Glück hatten wir beim Strandbad Twistesee. Das junge Personal war sehr freundlich aber in Sachen Stromkosten wenig vorgebildet. Bei der Stromanfrage gab es Bedenken wegen der möglichen hohen Stromrechnung. Als Physiker konnte ich anschaulich erklären, dass ein völlig entleerter E-Bike-Akku nicht mehr als 500 Wattstunden aufnehmen kann. Umgerechnet sind das 0,5 Kilowattstunden für die uns der Stromlieferant etwa 15 Cent berechnen würde. Dafür müsste der Gast bei einem der üblichen 140 Watt Netzteile fast 4 Stunden bis zur vollen Ladung bleiben. Wir blieben nur 2 Stunden zum Baden und zum Essen. Der Umsatz für unseren Verzehr während des Aufladens der Akkus lag dann ca. 200 Mal höher, wie die zusätzlich zu erwartenden Stromkosten. Am Landauer Schloss hätten wir mindestens das 500 fache für Speisen und Getränke ausgegeben, als die Abgabe von Strom den Betreiber gekostet hätte.

Fazit: Wer E-Bikern für wenige Cent Selbstkosten Elektrische Energie anbietet, könnte das ebenso wie die Bereitstellung von kostenlosem W-Lan im Aushang oder auf seiner Internetspeisekarte bekanntmachen: „Eine Schuko-Steckdose steht für mitgebrachte E-Bike-Ladegeräte auf Anfrage oder bei vorheriger Tischreservierung bereit“. Leichter könnte man Kunden kaum gewinnen und zufriedenstellen. Die Anzahl der E-Bikes wächst dank der preiswerten Discounter schnell. Die meisten Nutzer sind rüstige Rentner mit dem Wunsch die schönen Tage des Jahres zu nutzen, und dabei den Radius ihrer Touren zu erweitern. Stromlos das Rad die Berge hinaufzuschieben wollen sich viele nach einer längeren Tour nicht antun. Ein 2. Akku ist hilfreich aber er erhöht das Gewicht und die Zusatzkosten belaufen sich auf ca. 500 Euro.

Angesichts der Popularität der Pedelecs könnten Gastronomen von ihren Verbänden über die wachsende Kundengruppe und deren Bedürfnisse informiert werden. Gemeinsam könnte man ein Verzeichnis der Lademöglichkeiten erstellen oder zumindest Richtlinien erstellen, damit die E-Biker per Suchmaschine die passende Kombination zur Versorgung ihrer Mägen und E-Bike-Akkus finden..

Stromtankstellenverzeichnisse für Elektroautos gibt es schon lange. Für E-Biker fehlt so etwas in Kombination mit den Bewirtungsmöglichkeiten, Stadtführungen oder Besichtigungen. Als Datenbankfachmann würde ich den Arbeitsaufwand für jeden Eintrag einer Ladestation mit 5 Euro ansetzen. Meine diesbezüglichen Überlegungen und Kalkulationen erkläre ich gern in einer Videokonferenz mit Touristikexperten. Ebenso erläutere ich auch, welche Datenformate gewählt werden sollten, damit die Datenbankeinträge auch in die Apps für die E-Biker eingehen können.

Die von uns genutzte Weserradweg App ist übersichtlich, um Strecken zu planen, Reparaturdienste zu bestellen und Übernachtungsmöglichkeiten zu finden, aber Ladestationen findet man in der App bisher noch nicht.

Als Radfahrer wählten wir die Einkehrmöglichkeiten oft spontan während der Tour. Nach den frustrierenden Erfahrungen in der Region Nordhessen und dem Weserbergland werden wir bei zukünftigen E-Bike-Zwischenstopps nicht mehr persönlich vorsprechen, sondern per Smartphone von außerhalb der Gaststätte anfragen. Dann kommt man sich nicht als Strombettler vor, sondern als jemand der nur dann zum zahlenden Gast wird, wenn die Rahmenbedingungen stimmen.

Ein paar Rastmöglichkeiten für E-Biker wurden von uns schon getestet und sind hier zusammengestellt:

Basdorf (Edersee-Nähe): http://www.kutscherhus.info

Königsalm (zwischen Kassel und Unter-Werra): https://www.komoot.de/highlight/159189

Strandbad Twistesee (auf Anfrage): https://www.strandbad-twistesee.de

Hubert´s Restaurant Pizzeria Café in Waldeck-Sachsenhausen (auf Anfrage)

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Mit der Brechstange gegen das Briefgeheimnis

Schon wieder gibt es einen Briefkastenaufbruch in Gensungen. Erst am 11. Juli wurde darüber berichtet: https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/44149/4650534

Vier Tage später wurde ein weiterer Briefkasten an der Homberger Straße zerstört und offensichtlich von Räubern geleert.

Über das Interesse am Beute machen lässt sich spekulieren: Vielleicht haben Trauernde einen Geldschein zusammen mit einer Beileidsbekundung versendet oder eine Banknote beigepackt, weil das Zeugnis eines Patenkindes oder Enkels honoriert werden sollte. So groß wie beim legendären Postraub in England kann die Beute nicht gewesen sein.

Das Risiko, erwischt zu werden und danach eine harte Strafe zu erhalten ist vergleichsweise klein. Die Verletzung des Briefgeheimnisses wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bestraft: https://de.wikipedia.org/wiki/Verletzung_des_Briefgeheimnisses

Das französische Recht aus dem Jahre 1742 war da schon wesentlich härter. Z.B. sollten Postbeamte, welche Briefe und Pakete aufgebrochen und die darin enthaltenen Gegenstände zu eigenem Nutzen unterschlagen hatten, die Todesstrafe erleiden. In Deutschland begnügte man sich um 1700 mit dem Stäupen der Gesetzesbrecher und deren anschließender Ausweisung: https://de.wikipedia.org/wiki/Briefgeheimnis https://de.wikipedia.org/wiki/Stäupen. Stäupen würde wahrscheinlich auch heute noch die Verbrecher abschrecken. Es ist aber nicht mehr zeitgemäß.

Vielleicht sollten neue Briefkästen in Zukunft nur noch an Orten angebracht werden, wo es Überwachungskameras gibt. Der Postkasten an der Bundesstraße in Gensungen scheint in diesem Sinn kein sicherer Ort zu sein, um dort Briefe einzuwerfen. Mit einer Brechstange können Gesetzesbrecher in Sekunden an ihre Beute kommen und über die Bundesstraße entkommen, weil niemand auf die durchfahrenden Fahrzeuge achten wird.

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Agile Lehrer-Einsatzplanung und Vorbereitung

Im persönlichen Umfeld des Autors gibt es viele Pädagogen. Es gibt auch Schüler und Studenten bei denen die Bildung während der letzten Monate zufallsgesteuert war.

Als Kenner von Videokonferenzlösungen und Lernplattformen, der Jahrzehnte als IT-Trainer und Ausbilder tätig war, skizziert der Autor, was zur Vorbereitung auf die zu erwartende 2. Welle der Corona-Pandemie getan werden sollte, um die Nachteile für Schüler, Studenten und Auszubildende zu minimieren.

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Wuhan, Kant und die „Kritik der reinen Vernunft“

Die aus Wuhan kommende Seuche ist ein weiteres Fallbeispiel für von Kant beschriebenen Kausalitäten. Das Geschehen juckt uns mehr als wenn in China ein Sack Reis umfällt. Ein dauerhafter Schaden wird ebenso bleiben wie nach Tschernobyl  oder Fukushima. Der Name Wuhan wird damit in unserem Gedächtnis mit Katastrophen verankert. Weiterlesen

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Jesus Christus als historische Persönlichkeit

Von Dieter Hoppe wurde lange nichts mehr an dieser Stelle veröffentlicht. Heute kam sein Beitrag „Jesus Christus als historische Persönlichkeit“.  Es ist seine bearbeitete Zusammenstellung interessanter Quellen.
Dieter Hoppes Beitrag regt zu weiteren Recherchen an. In der Wikipedia sind einige der genannten Belege unter der Seite https://de.wikipedia.org/wiki/Außerchristliche_antike_Quellen_zu_Jesus_von_Nazaret zu finden.
Beide Links zeigen: Auch außerhalb der biblischen Quellen gibt es Texte, welche die Existenz von Jesus belegen. Nur das äußerliche Erscheinungsbild von Jesus ist bisher nicht belegbar. Darstellungen am Kreuz oder auf Ikonen und Gemälden belegen die Fantasie der Künstler, die Abhängigkeit der Künstler von den Auftraggebern und die Frömmigkeit in der Entstehungszeit dieser Werke, aber sonst nichts.

Das Foto von oben lässt mit Hilfe von Technik einen Darstellungsversuch erahnen. Es zeigt frühchristliche Malerei, aber auch diese Abbildung wurde erst Jahre nach der Kreuzigung angefertigt.

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Man soll aufhören, wenn es am schönsten ist

Ihre Partei müht sich ab und wird in Wahlen abgestraft. Der Noch-Kanzlerin kommen derweil Ehren zuteil, mit denen sich fast alle Staatenlenker der Welt gerne schmücken würden.
Wahrscheinlich zurecht, wird man hier in ein paar Jahren sagen, weil die Jahre ihrer Kanzlerschaft vom wirtschaftlichen Wohlergehen geprägt waren und unser Land für die Flüchtlinge der Welt zu einem Traumziel wurde. Die Folgen kennt man ja.
Die Harvard-Universität würdigt ihre Verdienste und die Kanzlerin hält eine Rede, die ihrer Partei im Europawahlkampf gutgetan hätte. Sie kann es, aber sie will wohl nicht mehr hinabsteigen in die Niederungen der Parteipolitik.

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Schwierige Europa-Wahlentscheidung

Fast alles ist möglich. Als europäischer Demokrat des Ausgleichs lehne ich die Linke und die Rechte ab. Die moralische Verkommenheit rechter Populisten und Nationalisten wurde in Österreich gerade belegt. Ihre Verbündeten in anderen Ländern werden kaum anders denken und handeln. Um des politischen Vorteils willen sind alle Mittel zur Vorteilserlangung recht. Um den Demokratien zu schaden, paktieren die Rechten mit den Linken. Historisch gesehen gab es derartige Verabredungen schon kurz vor dem letzten Krieg mit dem Hitler-Stalin Pakt. Neu ist nur das Ballermann-Niveau. Der auf Ibiza konsumierte Alkohol lockert die Zungen und lässt in die Gedankenwelt der Führungskräfte blicken. Damit ist nur klar, wen ich nicht wähle. Die Regierungsparteien wähle ich wahrscheinlich auch nicht. Bei der guten Wirtschaftslage hätten sie die Möglichkeit gehabt, unser Land zukunftsfähiger zu machen. Nichts dergleichen ist von mir wahrgenommen worden. Bei einer Personenwahl würde ich Margrethe Vestager wählen, aber deren Partei steht nicht auf meinem Wahlzettel. Demzufolge bleibe ich bis zur letzten Minute unentschlossen und lasse mich überraschen wie beim Gesangswettbewerb von gestern.

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Video-Sprechstunden

Online-Sprechstunden, d.h. Telemedizin gibt es jetzt bei einem Arzt in Wabern: https://www.hna.de/lokales/fritzlar-homberg/wabern-ort79909/einem-klick-arzt-doktor-wabern-bietet-video-sprechstunde-9945796.html

OfficeSprechstunden, d.h. Themen in Sachen Excel und anderen Microsoft-Anwendungen kann man online bei Konrad Rennert in Gensungen besuchen, indem man eine Videokonferenz vereinbart und Fragen an dem Bildschirm bespricht, wo sie entstanden sind. Das kostet etwa soviel wie eine Nachhilfestunde beim Fachmann. Kostenlos ist jedoch der Abruf von 5 Stunden Excel-Wissen von der YouTube-Plattform.

Ein Erklärvideo informiert schneller als viele gedruckte Seiten. In 14 Videos mit fünfstündiger Dauer werden in leicht verständlicher freier Rede auf der Basis echter Datenbestände die Dinge erklärt, die in Grundlagenkursen oder im Selbststudium häufig übersehen werden. Alle Fallbeispiele finden sich in einem ZIP-Archiv, welches in der Beschreibung zum Video verlinkt ist: https://konrad-rennert.de/wp-content/uploads/2018/05/ExcelSprechstunde.zip

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Wer hat beim Bomben zuerst angefangen?

Mit dem Einsatz neuer Technologien kommen auch neue Bedrohungen. Die Entwicklung von Flugzeugen ermöglichte den Bombenkrieg. Hundert Jahre später ermöglicht das Internet den Cyberkrieg. Regeln für neue Kriegsformen kann man formulieren, aber niemand kann deren Einhaltung kontrollieren und garantieren.
Die Bombardierung unverteidigter Städte, Gebäude und Wohnstätten verstieß schon im 1. Weltkrieg gegen das Kriegsvölkerrecht. Darauf beruft sich Dieter Hoppe in seinem Beitrag „Anfänge des Luftkrieges im 1. Weltkrieg – Genfer Konvention und Haager Landkriegsordnung (HLKO)“. Der Herausgeber dieses Blogs (K. Rennert) hält jede Bombardierung von Zivilisten bewohnter Städte für völkerrechtlich nicht akzeptabel.
Schon wenige Tage nach Ausbruch des 1. Weltkrieges starben belgische Zivilisten durch deutsche Bomben auf Lüttich. Sie wurden noch von Hand aus dem Luftschiff „Zeppelin Z. VI“ abgeworfen. Belgien war zu Beginn des Krieges ein neutraler Staat und wurde von Deutschland überfallen, weil man hoffte, die gegnerischen Streitkräfte Frankreichs und Großbritanniens über diese Flanke zu besiegen. Demzufolge leisteten die Belgier Widerstand und verteidigten Lüttich. Bomben auf Lüttich zu werfen war nach dem Kriegsvölkerrecht kein Verbrechen. Monate später fielen dann auch erste Bomben auf deutsche Städte, die kein Frontgebiet waren. Durch ihre Bahnverbindungen boten diese Städte kriegswichtige Infrastruktur. Sie waren wichtige Knotenpunkte für Waffen- und Soldatentransporte auf dem Weg zur Front. Gründe für Angriffe oder einen Kriegseintritt lassen sich immer herleiten. Zivilisten aus unbeteiligten Staaten werden fast immer von Kampfhandlungen bedroht sein. Die Versenkung des Passagierschiffes Lusitania mit US-Zivilisten an Bord brachte die USA zum Kriegseintritt und verminderte damit die Siegerchancen der Mittelmächte im 1. Weltkrieg.
Seit dem Altertum war die Geschichtsschreibung immer die der Sieger. Den Verlierern wurde fast alles genommen, Kriegsverbrechen an ihnen waren üblich und blieben ungesühnt. Das ist heutzutage nicht mehr möglich, weil zu viele Beweise beseitigt werden müssten. Vor dem UN-Kriegsverbrechertribunal landen jedoch nur Verlierer, weil man die Sieger nicht einfangen und vor Gericht stellen kann.
Dieter Hoppes neueste Abhandlung deutet an, wie Menschen seiner Generation über die Kampfhandlungen und deren Aufarbeitung denken. Die später Geborenen haben mehr zeitlichen Abstand zum Geschehen.
Die Regeln des Kriegsvölkerrechts sind Auslegungssache. Erlaubtes Töten von Feinden oder Verbrechen? Das wird auch bei den kommenden Cyberkriegen die Frage sein. Wer mit der Unterbrechung von Strom-, Wasser- und Energieversorgung den Feind bekämpft, wird dabei auch die lebenswichtigen Apparate für Frühgeborene und Kranke in den Kliniken ausschalten.
Einzig eine starke Welt- und Wertegemeinschaft könnte Kriegstreiber wirksam bestrafen. Das Recht des Stärkeren und nicht das Recht scheint derzeit die Oberhand zu gewinnen. Russen besetzen die Krim, Chinesen besetzen Inseln, die ihnen nicht gehören, in Syrien werfen viele Seiten Bomben, die hauptsächlich Zivilisten töten, heimatlos machen und nach Europa migrieren lassen.
Die Verwerfungen durch Flüchtlingsströme sind auch für uns eine Bedrohung, weil als deren Folge unser stabiles Parteiengefüge zerstört wird. Menschen hören verstärkt auf Populisten mit ihren scheinbar einfachen Lösungen. Populistische Strömungen des Nationalismus erhalten Zulauf.
Ein Attentäter löste den 1. Weltkrieges aus. Jeder ausländische Attentäter bringt den Rattenfängern im Lande neuen Zulauf. Das ist schlecht für Europa. Am Ende des 1. Weltkrieges gab es in Europa nur Verlierer deren neu entstandenen nationalistisch gesinnten antidemokratische Bewegungen unmittelbar zum nächsten Krieg führten. Mit Schuldzuweisungen lassen sich heutzutage leichter Wahlen gewinnen als mit den Visionen von Europäern wie Emmanuel Macron oder den Visionen der verstorbenen Politiker wie Robert Schuman, Willy Brandt und Helmut Kohl.

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