"Die Sprache ist die Kleidung der Gedanken" Samuel Johnson

Schlagwort: Nachbarn (Seite 1 von 3)

Stolpersteine „Gegen das Vergessen“

PaulaLevyPassbildMelsunger Bürgern mit jüdischem Glauben wird mit Stolpersteinen gedacht wenn sie während der Zeit des Nationalsozialismus ermordet wurden.
In Erinnerung werden aber auch die ehrenamtlichen Autoren der zugehörigen Website bleiben. Sie sind die Ansprechpartner für Hinterbliebene und Interessierte aus aller Welt. Selbst Jahre nach der Veröffentlichung sind die ehrenamtlich erstellten Informationsseiten noch Gegenstand von Anfragen an die Redaktion.
Das Impressum ist für die Kontaktaufnahme wichtig, weil die Adresse des dort genannten Websitekümmerers  das Ziel von Anfragen ist. Der Angeschriebene prüft die Seriosität und leitet ernst gemeinte Anfragen an die zuständigen Redakteure oder den Vorstand des Vereins weiter.
Kürzlich waren zwei bemerkenswerte Anfragen dabei. Weiterlesen

Verrat am Liechtersteiner Vaterland

… für die einen ist er der meistgesuchte Kriminelle (Lichtenstein) für den Bundesnachrichtendienst ist er ein Segen und Quell neuer Erkenntnisse über Steueroasen.
Der Lieferant der DatenCD hat ein Buch geschrieben und stellt es kostenlos bereit. Geld benötigt  er nicht mehr, seit ihm die CD zum mehrfachen Millionär gemacht hat.
Durch das Internet kann jeder zum weltweit gelesenen Autor werden – auch wenn er keinen Verlag findet.
Hier der Link zum 652 Seiten langen Buch: DerFuerst_DerDieb_DieDaten.pdf

Postdieb im Bereich Gensungen gefasst

Endlich hat die Post einen ihrer Briefkastenentleerer aus dem Bereich Gensungen aus dem Verkehr gezogen. Im August hatten wir erste Diebstähle bemerkt und hier darüber berichtet: 20 Euro kamen nie bei unserem Patenkind an. Einigen Nachbarn ging es mit ihrer Post ebenso. Der Nachforschungs-antrag verlief bisher im Sande. Heute rief mich meine Schwester an. Die Post hatte ihr dankenswerter Weise eine beschädigte Grußbotschaft mit einem Begleitschreiben in einem Schutzumschlag zugestellt. Unser Brief war wohl im Umfeld des Mitarbeiters sichergestellt worden. Wir hatten die Geburtstagsgrüße Anfang Dezember abgesendet. Beigefügt war auch das Aktenzeichen der Strafsache beim Amtsgericht Fritzlar.
Das Aktenzeichen der Strafsache teile ich anderen Geschädigten gern mit – nur nicht hier, weil ich keine Kenntnis der Rechtslage bei Veröffentlichungen über laufende Strafsachen habe.
Vermutlich hat der Dieb die meisten Postsachen nach der Plünderung schnell entsorgt, so dass nur wenige Briefe, wie der an meine Schwester, sichergestellt werden konnten. Der Dieb hat jetzt nicht nur seinen Arbeitsplatz verloren sondern auch noch ein paar Rückforderungen in Sachen gestohlener Wertsachen am Hals.
Mitleid hat man da nicht. Abschreckung durch hohe Strafen ist wichtig, damit in Zukunft die Post auch immer beim Empfänger ankommt. Das Foto stammt nicht vom hiesigen Täter sondern aus dem Internet: Postdiebstahl ist wohl ein weltweites Ärgernis.

Radiergummis für das Internet?

Gibt’s nicht! (s. a. FAZ)
Was macht man am Morgen des 1. Weihnachtstages wenn das Wetter schlecht ist und ein Frühstück überflüssig, weil das ausgedehnte Essen vom Vorabend noch keine Hungergefühle aufkommen lässt? Ich habe mich an früher erinnert. Dabei ging ich an einem im Energiesparmodus schlummernden PC vorbei und gab den Namen eines Klassenkameraden ein. Volltreffer beim 1. Bild. Dann ließ mich das Recherchieren nicht los. Zum nächsten fand ich den Arbeitgeber, den Verein, eine Partei, seine Web Communities. Die Liste der Klassenkameraden aus der Realschul- und Gymnasialzeit wurde abgearbeitet: Einer ist Leiter der VHS in Wilhelmshaven, einer führt die Großbäckerei seiner Vorfahren weiter und macht diese noch größer. – Gut dass die Backwaren viel besser sind als die Website des in Nordhessen bekannten Unternehmens. Andere tauchen in Wettkampflisten von Vereinen auf: „Männer über 50“. Bei den Mädchen ist das schon schwieriger weil diese zur Hochzeit damals noch oft die Namen wechselten. Die Namen aus deren 1. Ehe kennt man manchmal noch, aber die späteren Namen sind unbekannt, wenn man nicht gerade bei seltenen Klassentreffen hört, dass die U. vorübergehend mit einem Kurdirektor verheiratet war. Unsere Beste aus der 11. Klasse kann man noch unter Ihrem Mädchennamen finden. Ihr Mann war einer der wenigen, welcher das damals reformierte Namensrecht nutzte und den Namen seiner Frau annahm. Sie ist Pädagogin geworden, umweltbewusst und ehrenamtlich tätig… So eine Lehrerin wünscht man sich für den Nachwuchs.
Nach den Klassenkameraden wurden Angehörige, Freunde und Bekannte gegoogelt. Über manche ihrer Hobbies und Tätigkeiten war ich noch nicht informiert. Nach meiner Anmeldung bei Facebook konnte ich dann sehen, wer mit wem liiert ist und welche Freunde er jetzt hat. Ob da manche die Kurzvideos über sensible Daten, welche vor den Heute-Nachrichten ausgestrahlt werden, noch nicht gesehen haben?

Minarettverbot in der Schweiz

Glücklicherweise ist unsere deutsche Demokratie nicht so demokratisch und direkt wie die in der Schweiz. Sonst würden wir ein ähnliches Ergebnis bei einer Volksabstimmung haben. So deutet es jedenfalls die aktuelle online Umfrage der Bild-Zeitung an.
religionsfreiheit
Wir sollten uns daher nicht über die Schweizer erheben und mit zweierlei Maß messen. Solange in der Schweiz kein Holocaust zu befürchten ist oder das Verbot, eine bestimmte Religion auszuüben, solange ist auch eine unliebsame Entscheidung zu akzeptieren.
Im Archiv der „politisch korrekten“ FAZ steht neben einer Minarettabbildung ein Artikel zum Nachdenken: König-Fahd-Akademie verherrlicht Kampf gegen „Ungläubige“
Man sollte sich mit seiner ausgewogenen Meinung öffentlich gegen die Schweizer empören, wenn auch in arabischen Ländern ein Aufschrei der Empörung ertönt, weil einer christlichen Minderheit der Bau von Kirchtürmen untersagt wurde.
Kirchtürme und Minarette haben den gleichen Ursprung, sie sind schmückendes Beiwerk und nicht Bestandteil des Glaubens. In früheren Zeiten waren mächtige Türme hierzulande ein Symbol der Macht und der herrschenden Kultur. In manchen Ländern wird das auch heute noch so empfunden.

Heiligenbergverein auf neuer Plattform

Im Juli wurde vom erweiterten Vorstand in der Vereinshütte die Neugestaltung des Internetauftrittes beschlossen. Es wurde festgelegt, dass mehrere Redakteure eingewiesen werden, damit aktuelles Text- und Bildmaterial zeitnah zu den Geschehnissen im Verein veröffentlicht werden kann.
Im September wurden die ersten beiden Redakteure geschult. Am 1. November wurde das vorliegende Material unter der bekannten Adresse heiligenbergverein.de freigeschaltet. Redakteure können sich mit den bereitgestellten Videos online einarbeiten oder den Lehrstoff wiederholen.
Vorstand und Mitglieder können Beiträge an die Redaktion senden, welche die Veröffentlichung bearbeitet.
Die vorgeschlagenen Verfahrensweisen und die Software Typo3 setzt das Redaktionsteam vom Kirchspiel-Gensungen schon seit fast zwei Jahren erfolgreich ein. Alle Einsendungen werden dort kurzfristig bearbeitet und umgehend publiziert.
Erste Bilder vom Volkswandertag zeugen davon, dass Inhalte der Schulung umgesetzt werden konnten.
hbv

Immobilienmakler mit scheinheiligen Angeboten

Wenn man ein Inserat in einem bekannten Immobilienportal einstellt, z.B.
immobilienscout24.de/54464629
so kommt das erste Feedback von lokalen Maklern, welche Ihre Dienste „im Zeitalter des Internet“ anbieten – So war es vor einem Jahr und so wird das wohl wieder sein. – Als ob ich das mit dem Internet nicht selbst genauso oder sogar noch besser könnte. Das damals angebotene Haus wechselte ohne Zusatzkosten für Makler den Besitzer.
Spam vom Makler
Falls Sie in Internetportalen zu Immobilien die Angebote von Privatanbietern mit denen von Maklern vergleichen, werden Sie mindestens zwei Dinge feststellen, welche bei Maklern grundsätzlich ungünstiger sind: Zum einen die vom Käufer zu zahlende Maklergebühr in Höhe von ca. 6% des Kaufpreises – also ca. 5.000 Euro im vorliegenden Fall und zum anderen die stark reduzierten Informationen über das Haus, weil der Kunde zunächst nur mit dem Makler verkehren soll und nicht mit dem Verkäufer oder den Nachbarn des Hauses. Daher ist auch keine Adresse angegeben und folglich kann man auch nicht die Lage im Ort bei Google-Maps und anderen Anbietern von Kartenmaterial entnehmen.
Fazit: Wenn sich Käufer in Verkaufsangeboten nach provisionsfreien Objekten umsehen, sparen sie viel Geld, welches in der oft notwendigen Renovierung des Kaufobjektes viel besser angelegt ist.

"Berüchtigte Wohlfahrtsempfänger" in Felsberg

Im Marburger Staatsarchiv fand der Historiker Dieter Hoppe (dh) Akten aus der NS-Zeit welche belegen, dass es auch Menschen gab, die ihren jüdischen Mitbürgern zur Seite standen, als sie vom Pöbel angegriffen wurden. Das in der hier abrufbaren pdf-Datei (601 kb) abgebildete Dokument wurde im Zusammenhang mit Dieter Hoppes Recherchen für die Melsunger-Stolperstein-Initiative gefunden.

Verkommene Nachbarn am Online-Pranger

Kassels verkommene Nachbarschaft am Stern
… Gerade vermisst man in Großbritannien einen Memorystick mit den Daten aller 84000 Häftlinge aus England und Wales. Da könnten fragwürdige Serviceanbieter schon Ideen haben, wenn sie den Besitz einer Datenkopie verwerten können.
Kalifornische Pranger WebsiteWie wertvoll die Kontendaten von Lotteriespielern in Deutschland und die von Bankkunden aus Liechtenstein sind, haben wir vor kurzem im Fernsehen erfahren. Selbst die Finanzbehörden zahlten Millionen für die Daten der Dealer…
Es gibt Länder mit weniger Datenschutz als er in Europa üblich ist. Von dort aus könnte man ohne Furcht vor restriktiver Rechtsprechung und Strafbefehlen die Daten der Häftlinge anbieten und mit Werbeeinblendungen ein „Mords”geschäft mit der Angst und Neugier machen.
Immobilienbesitzer, Käufer, Mieter und besorgte Eltern werden bestimmt bei vielen Entscheidungen die zukünftige Nachbarschaft berücksichtigen und diese Webseite besuchen. Wer möchte schon bei den bekanntlich hohen Rückfallquoten von Häftlingen neben Drogendealern, Mördern und Sittlichkeitsverbrechern wohnen?
Hohe Besucherzahlen wären also auf diesen Webseiten zu erwarten und damit die Aussicht auf Werbeeinnahmen.
Eine von Deutschland nicht mit Rechtsmitteln angreifbare Plattform mit Prangerfunktionen zum online bloßstellen der Nachbarschaft gibt es schon. Sie läuft unter „rottenneighbor.com“ (verkommene Nachbarn) in Kalifornien.
In Felsberg gibt es noch keinen Eintrag zu verkommenen Nachbarn, aber für Kassel sind schon viele Warnungen veröffentlicht – wie auf dem Bild oben an einem Beispiel zu sehen ist.

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