Telefonspam angemessen bekämpfen

Mittlerweile greift die Spam-Seuche immer weiter. Die Nutzung von E-Mail ist mittlerweile bei mir rückläufig, weil manches vielleicht gar nicht ankommt. Ich schaue mir die Betreffs und Absender der Mails kaum noch an, die im Spamordner landen und so wird es wohl vielen gehen. Einen großen Teil des täglichen Inhalts im Briefkasten werfe ich ungelesen in die blaue Tonne und in letzter Zeit reduziere ich auch meine Höflichkeit am Telefon. Die wichtigen Nummern erkennt man schon am Display. Bei den anderen handelt es sich oft um lästige Werbung. Ungebetene Werbung mit dem Telefon ist nicht mehr zugelassen. Oft werden daher kaum nachvollziehbare Gründe für den Anruf vorgeschoben, um dieses Werbeverbot zu umgehen.
Richtig wütend werde ich, wenn mir eine Stimme vom Automaten etwas erzählen will. Dann lege ich sofort auf, weil ich meinen Ärger nicht direkt an einen Menschen richten kann. Diese Automaten melden sich in der Regel nicht noch einmal. Dann würde ich mit der Aufzeichnung und Dokumentation der Anrufversuche rechtliche Schritte einleiten.
Vor Jahren habe ich einige persönlich geführten Anrufe aus Callcentern auch noch nicht sofort verbeten, weil manche Stimme nicht unsympathisch klang und diese Telefonmasche noch neu war. Aber diese Scheu, sofort in die Offensive zu gehen, habe ich jetzt abgelegt. Für diejenigen, die noch nicht diese kurze, kompromisslose Art beherrschen, ein ungebetenes Telefongespräch schnellstens zu beenden, empfehle ich das Merkblatt der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz: Kein Abschluss unter dieser Nummer!

Das gut gemachte Merkblatt hat nur einen Schönheitsfehler: Beim Abschluss des Gespräches steht als Vorschlag „Auf Wiederhören“ – ein grober Fehler bei dem angedachten Zweck – der Anrufer könnte das missverstehen und hat einen Grund für den nächsten Anruf. Der Text sollte daher lauten: „Auf NIMMER Wiederhören“ – allenfalls könnte man sagen „Vielleicht sehen wir uns vor dem Richter wieder!“

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