Nahrungsmittelpreise und Biodiesel

In den letzten Wochen war häufig von steigenden Lebensmittelpreisen die Rede. Das ist gut für die Landwirte, die hart arbeiten und hoffentlich auch von dieser Preissteigerung profitieren.

Allerdings fragt man sich, warum fließen Mittel für gesetzlich verordnete Biokraftstoffbeimischung jetzt zum Teil ins Ausland, wo der Anbau von Palmöl zur Biodieselproduktion gefördert wird, weil hier noch nicht genug subventionierter Raps angebaut wird. Durch den künstlich erzeugten Bedarf nach Biokraftstoff wird dann Regenwald abgeholzt und Gorillas und anderen seltenen Tierarten wird ihr letzter Rückzugsraum genommen.
Derartige Kritik kommt nicht von irgendwelchen abseitigen Randgruppen, sondern ist schon lange in der FAZ zu lesen.

Derartig erzeugte Biokraftstoffe kann man allenfalls in Notzeiten befürworten. In der Wikipedia kann man sich schlau machen. Ideen zum Biodiesel und zu Holzvergaser gab es schon lange aber die waren mehr durch den Mangel an Rohöl während und nach dem Krieg geboren.

Jeder Landwirt kann Pflanzen für Biokraftstoffe anbauen – nur subventionieren sollte man das nicht, sonst werden immer weniger Milchkühe und Getreideanbau für weiter steigende Preise sorgen.
Politiker, die wider besseres Wissen für die Subventionierung von Biokraftstoffen aus Pflanzenanbau eintreten, sollten nicht mehr gewählt werden, wenn die Bilanz derart schlecht ist. Nur die Erforschung und Verwertung anderweitig nicht mehr brauchbarer biologischer Abfallstoffe sollte vorübergehend gefördert werden, bis eine Konkurrenzfähigkeit gegeben ist.
Geschwindigkeitsbegrenzungen für alle Autos mit hohen CO2 Emissionen würden der Umwelt sicherlich mehr bringen als Palmölplantagen in Regenwäldern und Rapsfelder wo früher Weiden für Milchkühe waren.

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2 Antworten zu Nahrungsmittelpreise und Biodiesel

  1. So ein gequirter Unsinn. Es nützt nichts, die Mär von dem Unsinn der Biokraftstoffe nachzubeten, sondern man sollte auch selber nachdenken. Jeder landwirtschaftliche Betrieb kann Kraftstoffe produzieren. Früher wurde ein Drittel der Fläche für die Zug- und Reittiere gebraucht (Weide, Hafer). Heute kann man integrierte Fruchtfolgen oder Mischkulturen einsetzen.
    Ewig wird es das Öl nicht geben und Uran ist knapper als Erdöl

  2. Es wurde überhaupt nichts nachgebetet. Es wurden nur Subventionen kritisiert, die negative Auswirkungen haben und ich mache auch keinem Landwirt Vorschriften, was er anbauen soll. Ich möchte mit meinen Steuergeldern nur keine unsinnigen Subventionen bezahlen, die scheinbar durch eine gut organisierte Lobby gefördert wird.
    Fehlentwicklungen sollte man frühzeitig begegnen – deshalb klingen die Ausführungen in der FAZ auch sehr plausibel.

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