Vorlesungen im Internet hören – Eine Notlösung?

 

Wenn man die Vorlesung im Internet hören kann, ist das keine Notlösung sondern optimal! Vor allem dann, wenn man schon vor der Immatrikulation mal in das Fach der Wahl hereinhören kann.
Viele Universitäten – und es sind nicht die schlechtesten – bieten Vorlesungen und Material frei zugänglich im Internet an [Meine Beispiele]. So kann man sich die Zeit besser einteilen und zwischendurch auch mal Materialien im Internet recherchieren. Die Vorlesungen selbst sind eine Notlösung aus der Zeit, als es kaum erschwingliche Bücher gab – also so etwas wie ein Hörbuch, nur eben vom Dozenten vorgelesen. Ich selbst habe in meinem Physikstudium am Anfang viel Zeit mit wenig sinnvollen Vorlesungen verschwendet. Vorlesungen waren nur gut, wenn der Professor nicht sein Skript vorgelesen hat, sondern persönlich die Versuchsanordnungen erläuterte. Spitzenmäßig waren die Seminare und die Exkursionen am Ende des Studiums. Kleine Gruppen mit kreativen Ideen und persönlichem Dialog mit dem Betreuer bei der Anfertigung der Diplomarbeit. So etwas Individuelles scheint in der von der HNA beschriebenen Vorlesung aber nicht zu laufen. Da kann sich dann den Vortrag auch gleich im Fernsehen oder Computer anschauen und spart dann noch die Fahrtzeit und die Warterei. Dabei besteht jedoch die Gefahr, dass man disziplinlos wird und die Nachbearbeitung des Stoffes immer wieder verschiebt, weil es lustvolleres gibt, als Professoren beim akademischen Vortrag zu lauschen, die dabei oft unmotiviert sind, sich auf das Niveau der Studienanfänger zu begeben. Eine hohe Abbrecherquote ist so schon programmiert – bei uns waren es ca. 50 %

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