"Die Sprache ist die Kleidung der Gedanken" Samuel Johnson

Schlagwort: Schule (Seite 1 von 5)

stevejobsschool.nl – Die ideale Schule für meine Enkel

In den Listen berühmter Waldorfschüler ist zu sehen, dass sie mehrheitlich Schauspieler und Künstler sind.
Bei den bekannten Montessorischülern fallen die Milliardäre Bezos, Brin und Page sofort ins Auge. Sie gründeten die Unternehmen Amazon und Google.
Neue Entwicklungen in der Pädagogik setzen auf die Einbeziehung von Technologie, welche vom Apple-Gründer Steve Jobs vorangetrieben wurde: Think different. Steve-Jobs-Schulen haben nicht nur in den Niederlanden Anklang gefunden. Wenn im Spiegel zu lesen ist, dass einzig die Partei des Rechtspopulisten Geert Wilders gegen diese Schulen ist, spricht das für das Konzept von Maurice de Hond.
Bis die Schüler dieser Neugründung in den zukünftigen FamousAlumniByProfession-Listen auftauchen, wird noch viel Wasser den Rhein hinunterfließen. Die Ergebnisse in den bisher durchgeführten Leistungsvergleichen lassen die Erwartungen steigen. Sie lagen 40% über dem Durchschnitt konventioneller Schulen. Wenn Schüler auch auf das digitale Leben und den Berufsalltag vorbereitet werden sollen, sollte man in der Schule damit beginnen.
Dem Autor blieb in den 60er Jahren schulische Frustration erspart, weil er in den meisten Fächern durchschnittlich war. Über- und Unterforderungen hingegen fördern Frustration statt Motivation in der Schule. Nicht aus Statistiken der Bildungsforscher, sondern von den eigenen Enkeln hat der Autor erfahren, dass sie sich in der Schule langweilen, weil sie chronisch unterfordert sind. Gleichzeitig haben manche ihrer Freunde das Klassenziel nicht erreicht, weil ihr Deutsch zu schlecht war. Wer die Aussagen im Video des englisch vortragenden niederländischen Schulreformators versteht, kann über unser starres Schulsystem nur noch frustriert und verärgert sein. Eine Klasse mit 20 bis 30 Schülern kann nicht im 45-Minuten Takt die gleichen Aufgaben zufriedenstellend erledigen. Das würde mit der gleichen Anzahl von willkürlich zusammen gestellten Erwachsenen auch nicht im Gleichtakt funktionieren.
Wir Erwachsene suchen uns Herausforderungen, die uns nicht langweilen und die wir bewältigen können. Warum sollte das bei Schülern nicht funktionieren? Eltern und Lehrer sollen Lernbegleiter sein, welche darauf achten, dass Kinder sich nicht nur auf Mathematik stürzen, sondern auch noch mindestens durchschnittliche Leistungen in den anderen Fächern erzielen. Für berufliche Erfolge muss in den dazu passenden Fächern eine gute Basis geschaffen werden. Für die als uninteressant empfundenen Fächer genügen zunächst durchschnittliche Leistungen. Später erkannte Defizite kann man im Sinne eines lebenslangen Lernens immer noch schließen.

Verfolgung oder Vertreibung

In seiner jüngsten Ausarbeitung beschäftigt sich Dieter Hoppe mit dem jüdischen Lehrer Philipp Dillhoff. Siegfried Bohn hat die Ausarbeitung ins Englische übersetzt. Beide waren bis zu ihrer Pensionierung Lehrer an der Melsunger Geschwister Scholl Schule.
Dilloff
Schicksale, wie das des israelitischen Lehrers Dilloff wiederholen sich derzeit anderenorts: Menschen mit verschiedenen Glaubens- und Lebensanschauungen leben lange friedlich und geachtet miteinander oder nebeneinander her. Unerwartet bringt ein Umsturz und Gewalt alles in Gefahr. Was bleibt ist die Wahl zwischen Flucht und Vernichtung. Flüchtlinge waren und sind selten willkommen. Mit der beginnenden Judenverfolgung im 3. Reich gab es weltweit Bestrebungen, die Zuwanderung von Flüchtlingen zu verhindern. Gebildete reiche Juden, Dienstmädchen und Kinder hatten es leichter, ein Visum zu erhalten. Wer nicht flüchtete kam zumeist in ein KZ und wurde dort ermordet so wie Philipp Dilloff.
Jetzt strömen die Flüchtlinge nicht aus Deutschland weg, sondern sie wollen dort ankommen.
Unsere Bundeskanzlerin handelt vor dem Hintergrund geschichtlicher Erfahrung moralisch richtig. Ob das von der Bevölkerung noch lange mitgetragen wird, ist zumindest zweifelhaft.
Wenn das Leben von Menschen durch verbrecherische Regierungen und Organisationen bedroht wird, muss Zuflucht gewährt werden, wenn einreisende Flüchtlinge bereit sind, unsere Gesetze ausnahmslos zu beachten und nicht die gewährte Gastfreundschaft zu missbrauchen.
Der von Dieter Hoppe zusammengetragene Bericht und die von Siegfried Bohn angefertigte Übersetzung sind als pdf-Dokument abrufbar: 16 Seiten, 1 MB

Stolpersteine „Gegen das Vergessen“

PaulaLevyPassbildMelsunger Bürgern mit jüdischem Glauben wird mit Stolpersteinen gedacht wenn sie während der Zeit des Nationalsozialismus ermordet wurden.
In Erinnerung werden aber auch die ehrenamtlichen Autoren der zugehörigen Website bleiben. Sie sind die Ansprechpartner für Hinterbliebene und Interessierte aus aller Welt. Selbst Jahre nach der Veröffentlichung sind die ehrenamtlich erstellten Informationsseiten noch Gegenstand von Anfragen an die Redaktion.
Das Impressum ist für die Kontaktaufnahme wichtig, weil die Adresse des dort genannten Websitekümmerers  das Ziel von Anfragen ist. Der Angeschriebene prüft die Seriosität und leitet ernst gemeinte Anfragen an die zuständigen Redakteure oder den Vorstand des Vereins weiter.
Kürzlich waren zwei bemerkenswerte Anfragen dabei. Weiterlesen

Einschulung Jahrgang 2013 mit Rückblick auf früher

Einschulungsgottesdienst
Zu Beginn dieser Woche war ich nach 14 Jahren einmal wieder in einem Gottesdienst zur Einschulung. Das letzte Mal, im Jahre 1999 betraf es noch unseren jüngsten Sohn. In diesem Jahr waren es die Söhne unserer Tochter, die im Bild unter den anderen Kindern zu sehen sind.
Die Feiern zur Einschulung werden immer aufwendiger und anspruchsvoller. Eltern, Großeltern und Urgroßeltern, Paten, sowie Geschwister der Eltern, die zur Feier eingeladen waren, erhielten schon Hausaufgaben, bevor die Schulanfänger zum ersten Mal die Schule betraten: Jeder sollte seine Schulzeit beschreiben und bebildern, damit die nachkommende Generation eine Vorstellung bekommt, was ihrem persönlichen Umfeld in der Schule wiederfahren ist.
Ein kleines Werk im Umfang eines Buches ist so zusammengekommen. Meine Abhandlung samt der ersten mangelhaften Benotung in einem Zeugnis ist als pdf-Dokument zu besichtigen.

Gedenken an Geschichtsereignisse im November

Vor 74 Jahren war der 9. November einer der schwärzesten Tage der deutschen Geschichte: Novemberpogrom 1938
Vor 23 Jahren war der 9. November der Tag der Maueröffnung.
Vor 200 Jahren endete Napoleons Siegeszug in Russland. In der Folge waren russische Soldaten auch an der Befreiung Deutschlands von der Fremdherrschaft Napoleons beteiligt. Den russischen Gefallenen der Freiheitskriege wurde auch noch Jahrzehnte später in Kassel und Melsungen gedacht.
Dieter Hoppe hat einige Beiträge zu den Geschehnissen am Beginn des 19. Jahrhunderts veröffentlicht. Eine russische Schülergruppe besuchte Kassel und setzte sich mit den Geschehnissen vor 200 Jahren auseinander. Deren Interesse ist auch der Auslöser eines Nachtrags von Dieter Hoppe: „Der Freiheit eine Gasse“ – Das Löwendenkmal in Kassel – 200. Jahrestag der Niederlage Napoleons in Russland im Jahre 1812 – Russische Schüler wandeln auf den Spuren von General Tschernitschew in Kassel. [pdf-Datei, 6 Seiten, 916 kb]

Schule investiert in Online-Präsenz

Beim Treffen des Fördervereins der Radko-Stöckl-Schule in Melsungen wurden die geförderten Projekte vorgestellt. Dazu gehörte auch der runderneuerte Auftritt im Internet einschließlich der Moodle-Lernplattform. Online Angebote werden zur Ergänzung des Unterrichts immer notwendiger. Schüler können dort mühelos das bereitgestellte Material abrufen. Oftmals werden Links ausreichen, um verpasste oder nicht verstandene Unterrichtseinheiten bei anderen Quellen abzurufen. Als aktiver YouTube Reporter beobachte ich schon längere Zeit den Kanal des Mathe-Professors Jörn Loviscach, welcher seinen Vorlesungen der Allgemeinheit bereitstellt. Die Videos mit seinen handschriftlichen Aufzeichnungen auf einem Grafiktablett wurden schon mehr als eine Million Mal aufgerufen. Sie sind frei zugänglich und könnten auf jeder Moodle-Plattform oder auf Websites kostenlos eingebunden werden, so wie auch tausende Videos anderer Lehrer, welche bei YouTube mitmachen. Den engagierten Lehrern winkt kein Honorar sondern Lob in den Kommentaren und vielleicht ein spätes Bundesverdienstkreuz – falls unsere Bildungspolitiker in einigen Jahren auch in der Lage sind, den Wert solcher ehrenamtlicher Zusatz-Tätigkeiten für die Bildung in unserem Land zu beurteilen.

„Die Sprache gehört dem Volk“

Der Titel ist kein Witz auf Kosten von Germanisten, sondern das steht in einer Resolution des Deutschen Bundestages.
Dem Volk werden dabei die folgenden Gruppen nicht zugerechnet: Beamte, Richter, Soldaten, Studenten oder Schüler.
Offensichtlich hat sich der Beamte, welcher unser Angebot im Bildungsserver aufnahm, exakt an seine Verwaltungsvorschrift gehalten – mit der Folge, dass jemand, der den Titel des Eintrages vom Bildungsserver in seine Adressleiste kopiert, das Bildungsangebot nicht finden wird. Es sei denn, eine schlaue Suchmaschine übersetzt das ß wieder in ss. So wie es die Schweizer schon immer machen
 😉

Rudis Lebenserinnerungen


„Ich glaube, dass sich im Einzelschicksal die Geschichte einer Zeit am sinnfälligsten widerspiegelt. So kann vielleicht die Darstellung meines Lebenslaufes zur Veranschaulichung, unseres Jahrhunderts beitragen.“ Rudolf Hoppe (1914-2007) Weiterlesen

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