"Die Sprache ist die Kleidung der Gedanken" Samuel Johnson

Schlagwort: Verwaltung (Seite 1 von 2)

„Die Sprache gehört dem Volk“

Der Titel ist kein Witz auf Kosten von Germanisten, sondern das steht in einer Resolution des Deutschen Bundestages.
Dem Volk werden dabei die folgenden Gruppen nicht zugerechnet: Beamte, Richter, Soldaten, Studenten oder Schüler.
Offensichtlich hat sich der Beamte, welcher unser Angebot im Bildungsserver aufnahm, exakt an seine Verwaltungsvorschrift gehalten – mit der Folge, dass jemand, der den Titel des Eintrages vom Bildungsserver in seine Adressleiste kopiert, das Bildungsangebot nicht finden wird. Es sei denn, eine schlaue Suchmaschine übersetzt das ß wieder in ss. So wie es die Schweizer schon immer machen
 😉

Datensammelwut

Plastische Darstellung des Wir echauffieren uns über läppische Bundestrojaner vom Innenministerium. Unsere französischen Nachbarn haben beim Sammeln von Daten weniger Skrupel.
Hier eine Mail von einem unserer Söhne, welcher in Frankreich eine Ausbildung macht.
Ein paar ironische Anmerkungen konnte ich mir in der Antwort nicht verkneifen.

Falls Sie etwas gegen Datensammler haben, sollten Sie Ihren Kindern vom Studium in Frankreich abraten!

Lesen Sie selbst.

—– Original Message —–
From: Sohn (Name ist bekannt)
To: "Konrad Rennert" < Mailadresse ist bekannt >
Sent: Saturday, June 14, 2008 10:37 PM

Subject: Bitte

Hallo Papa,

ich habe eine Residenz für nächstes Semester gefunden, dafür brauche ich (wie immer in Frankreich) einige Garantien, Du müsstest mir per Post folgende Sachen so bald wie möglich schicken:

– einen Scheck von 95 Euro (falls Auslandsgebühren noch ein paar Euro mehr)
– eine Kopie mit Vor- und Rückseite Deines Personalausweises
– eine Kopie Deiner letzten Einkommenssteuererklärung
– Kopien Deiner drei letzten Monatseinkommen
– eine Kopie der letzten Telefonrechnung, eine Kopie der letzten Stromrechnung
– eine Kopie der Meldeurkunde (also das Du in Felsberg wohnst, wenn möglich)
– einen Familienstammbaum oder MEINE Geburtsurkunde
Dies alles entweder von Dir oder Mama, die Franzosen sind ziemlich kleinlich weil sie schlechte Erfahrungen mit den Immigranten und Schwarzafrikanern gemacht haben, deswegen alle dieses Beweise, es wäre nett wenn Ihr Euch so schnell wie möglich darum kümmert denn ich möchte wirklich gerne in diese Residenz!

so liebe Grüße
Sohn (Name ist bekannt)

—– Antwort —-

Hallo Sohn (Name ist bekannt),

bewirbst Du Dich beim Französischen Geheimdienst oder suchst Du nur ein Zimmer für ein paar Monate 😉
Ich vermisse in der Aufstellung noch das polizeiliche Führungszeugnis für die Zeit ab 1900 für Deine Großeltern und Deine Geschwister und Neffen und den Ariernachweis für die gesamte Familie.

Scherz beiseite …
Der Scheck kann noch etwas dauern weil ich keine Vordrucke mehr habe und daher erst welche bei der Bank anfertigen lassen muss. Hier zahlen alle mit Bargeld oder mit Karte. Ich bin die ganze Woche bei B.Braun in Melsungen und könnte frühestens Donnerstagabend bei der Bank jemand antreffen. Die Einkommensteuererklärung habe ich Dir schon per Mail vor einer Woche gesendet. Du muss sie nur ausdrucken. Als Selbständiger habe ich keine Gehaltsabrechnungen über die letzten 3 Monatseinkommen. Es gibt nur die Umsatzsteuervoranmeldung vom Finanzamt, aus der das Einkommen ablesbar ist.
Eine Meldeurkunde gibt es hier nicht, weil die Information zum Wohnsitz von der Rückseite des Personalausweises zu entnehmen ist. Der Pass ist auch eine Meldeurkunde.
Telefon-, Strom-, Wasser- und Müllabfuhr sind kein Problem weil sie in unserer Buchhaltung auffindbar sind. Ebenfalls Deine Abstammungsurkunde.
Heizöl haben wir erst gestern geliefert bekommen. Brauchst Du von der druckfrischen Rechnung auch eine Kopie? 927 Euro für 1000 Liter: Das sind umgerechnet 1,81 DM pro Liter und es ist damit 10- bis 15-mal so teuer wie 1970 als meine Eltern Heizöl kauften 😉

Viele Grüsse
Papa

_______

Fazit: Der Bundestrojaner ist kundenfreundlich und zeitsparend. Er verlangt keine aktive Mitwirkung des Observierten. Die Daten sammelnden Franzosen arbeiten noch manuell und fordern die Mitwirkung im observierten Umfeld. Deutschland ist fortschrittlicher 😉

Finanzierungsmodell für Schul- und Vereinswebsites

Mittlerweile ist man sich allgemein bewusst, dass ein guter Internetauftritt einen wirkungsvollen Anteil an der Öffentlichkeitsarbeit hat. Damit jedem Verein, jeder Schule oder jeder Initiative diese professionelle Unterstützung bei der Websitegestaltung zuteil werden kann, haben wir uns Gedanken um die Finanzierung gemacht, falls, wie schon geschehen, weitere Anfragen bei uns eingehen. Wenn Sie Interesse am Finanzierungsmodell für Vereinswebsites haben, so finden Sie Details und Beispiele auf dem Websitekümmererblog .

Vortrag über Web-Redaktionssysteme

Open Source Redaktionssysteme (CMS) sind kostenlos und lassen sich mit überschaubarem Aufwand an die Bedürfnisse von Kindergärten, Schulen, Vereinen und Betrieben anpassen.
Fallbeispiele und Aufwandsschätzungen für die Einarbeitung für mögliche Projekte sind Gegenstand des Vortrages.
Anhand der unten genannten Fallbeispiele können Sie sich mit den Möglichkeiten dieser Softwarekategorie beschäftigen.

Lokal bekannte Websites sind darunter, aber auch Künstler und Weltunternehmen, welche ihren Webauftritt mit kostenloser Software gestalten.
Konrad Rennert stellt den am 20.2. 2008 gehaltenen Vortrag jetzt online zur Verfügung: https://bluepages.de/index.php?id=87

Ausgewählte Fallbeispiele zu den präsentierten Redaktionssystemen finden Sie unter den gezeigten Logos

wordpress-logo.png

Zeitungen, Wirtschaft, Marketing u.a.

https://blog.hna.de
https://wissensforum.medialine.de
https://www.jobblog.ch
https://www.guerilla-marketing.com/weblog
https://werbewahn.net
https://www.quelle-partnerprogramm.de/blog
https://adablog.solar-afrika.de
https://www.stuttgart-blog.net
https://www.du-bist-rosstal.de
https://www.muenchenblogger.de
https://www.ruegenerleben.de
https://www.sonneninsel-teneriffa.de/blog

Kindergartenwebsite

https://www.tausendfuessler-taucha.de

Schulwebsites

https://www.grundschule2.zirndorf.de/wordpress
https://www.grundschule-curslack-neuengamme.de
https://www.schule.bremen.de/schulen/css
https://www.lessing-realschule-grevenbrueck.de
https://loensschule.einbeck-online.de
https://www.onlzoberurff.info
https://www.aldegrever-gymnasium.de
https://www.herders.de

drupallogo.png

Zeitungen, Wirtschaft, Marketing u.a.

https://debatte.welt.de
https://uni.zeit.de
https://www.ehrensenf.de
https://www.amnesty.org
https://officepranks.forbes.com
https://appel.nasa.gov
https://www.fighthunger.org
https://harvardscience.harvard.edu
https://www.votehillary.org/CMS
https://www.jenniferlopez.com
https://www.ozzy.com
https://www.playboy.de
https://www.greenpeace.org.uk
https://www.mtv.co.uk
https://lindenlab.com

Schulwebsites

https://gwsg.net
https://www.gymnasium-barmstedt.de/drupal
https://www.go2hag.de/drupal
https://www.wdg-hamburg.de

typo3logo.png

Wirtschaft, Marketing u.a.

https://www.vw-coaching.de
https://www.sartorius.com
https://web.thielert.com
https://www.konicaminolta.de
https://www.villeroy-boch.com
https://www.metabo.de
https://www.otto.com
https://www.fuessen.de
https://yaml.t3net.de

https://www.unicef.de
https://www.greenpeace4kids.de
https://www.tvmovie.de
https://www.groenemeyer.de

Schulwebsites

https://www.ba-stuttgart.de
https://www.engelsburg.de
https://www.ggsmoitzfeld.de
https://www.gsg-goettingen.de
https://www.ars-limburg.de
https://www.jcs.warburg.de
https://www.lernnetz-sh.de

Bürgermeisterkandidat mit Content-Management

Volker Steinmetz hat zwar noch keine Partei, die ihn unterstützt, aber seinen Internetauftritt hat er mit dem Open-Source CMS Joomla organisiert. Das spricht dafür, dass er in Sachen moderne Technologien mehr Kenntnisse hat als die meisten seiner potentiellen Bürgermeisterkollegen. Bei der flüchtigen Durchsicht des Webauftrittes fiel mir auf, dass er den aktuellen Bericht in der HNA juristisch inkorrekt in einem eigenen Frame präsentiert, statt in einem neuen Fenster zu verlinken. Die HNA wird da sicherlich nichts abmahnen, aber andere Unternehmen können da schon pingeliger sein und unangenehm werden.

Für Internetauftritte von Städten und Gemeinden wäre das gewählte Content-Management-System Joomla ungeeignet, weil die gesetzlich vorgeschriebene Barrierefreiheit kaum eingehalten werden kann:
https://www.medienberatung.nrw.de/FachThema/Schule/Barrierefreiheit/barrierefreiheit.htm
https://bundesrecht.juris.de/bgg/index.html
Die Validierung des Webauftrittes ist nicht möglich. – Aber das schafft trotz Vorschrift des Gesetzgebers für den öffentlichen Bereich kaum ein Webauftritt. – Testen Sie selbst:

CSS Validation Service

Ansonsten ist er für mich und viele Mitbürger ein unbeschriebenes Blatt. In der Kürze der Zeit dürfte es wohl jedem schwer fallen, als parteiloser Kandidat die SPD-Stammwähler abzuwerben oder gegen den sehr bekannten Klaus Döll Punkte zu sammeln. Vielleicht kann er unter jungen Leuten Wähler gewinnen, die angegraute Funktionärsriegen ablehnen und jetzt von unverbrauchten Politikern kommunalpolitisch beförstert werden wollen. Interessant dürfte wohl sein, bei welchem der beiden anderen Kandidaten er mehr Wähler wildern wird.

PS zur Validierung: Der Das Heiligenberg-Blog ist ebensowenig validierbar wie das HNA-Blog. Das Weblog von Konrad-Rennert schafft das, aber der will kein öffentliches Amt und müsste deshalb nicht mit gutem Beispiel glänzen 😉

Topposition: 70 % der weltweiten Steuerliteratur erscheint auf Deutsch

Angehende Selbständige sind durch unser Steuerrecht schon sehr verunsichert, zumal sie oft noch keinen Sekretär oder eine Assistentin haben  – und das Honorar für den Steuerberater muss auch erst mal verdient werden.
Meine Verwaltungs- und Büroarbeiten halten sich glücklicherweise in Grenzen. Rechnungen zu schreiben ist nicht kreativ, aber vom gesamten Schriftkram am ertragreichsten. Es erfordert keine schriftstellerischen Qualitäten. Die Kopie der Vorlage oder einer alten Rechnung reicht zur optischen Gestaltung.

Zum Erstellen und Nachvollziehen einer Rechnung sind Kenntnisse der Grundrechenarten und der Prozentrechnung besonders wichtig und peinlich ist dann, wenn man da versagt.
Der Zwang zur regelmäßigen Buchhaltung von Ein- und Ausgangsrechnungen ist eher lästig, vor allem, weil laufend etwas anderes beachtet werden muss. Deutschland wird seine Spitzenposition bei der Produktion von Steuerliteratur nicht aufgeben. Daher ändern sich regelmäßig die Vorgaben der Finanzverwaltungen. Vom überschaubaren bierdeckelgroßen Steuerrecht des Friedrich Merz sind wir noch weiter entfernt, als F. Merz vom Amt des Bundeskanzlers.

Zitat: Deutschland stellt ca. 2 % der Steuerzahler auf der Welt, ist jedoch zugleich der einsame Weltmeister, was die Menge der Steuerliteratur betrifft – 70 % aller Steuerliteratur erscheint auf Deutsch

Gerade beschäftigen mich die Regeln zur Reisekostenabrechnung. Diese sind bei den Pauschalierungsmöglichkeiten schon mehrfach geändert worden. Pauschalen sind sinnvoll, weil man manchmal keine verwertbaren Belege für die Buchhaltung erhält, z.B. bei U-Bahnfahrkarten oder Parkgebühren oder an anderen Automaten. Ich denke, Sekretärinnen sind da am kompetentesten und so habe ich mich am Handbuch orientiert, welches in Kurzform im Internet abgerufen werden kann.

Ob ich alles richtig gemacht habe, weiß ich nicht, aber bei der Steuererklärung kann ich wenigstens den Satz „nach bestem Wissen und Gewissen“ unterschreiben und bei der letzten Prüfung vor ein paar Jahren hat die Prüferin vom Finanzamt nichts gefunden, was der Rüge oder eines Bußgeldbescheides wert war.

Virtuelles Change Management – Berlin in Google Earth

-> https://de.wikipedia.org/wiki/Change_Management

Berlin ist finanziell ziemlich schwach ausgestattet. Die Hauptstadt leistet sich dennoch einen großen und exklusiven 3-D-Auftritt im Internet.
Nach Meinung meiner dort seit vielen Jahren lebenden Schwester und ihrem Mann (beides Lehrer) gibt es jede Menge Investitionsbedarf in maroden Schulen und Kindergärten. Aber man gönnt sich sonst nix. Im amtlichen Berliner 3D-Stadtmodell kann man die imposantesten Gebäude und Plätze herausstellen. Im kurzen Film, der rechts unten auf der Seite zu finden ist,  kann man virtuell durch den Reichstag in die Höhe über dem Bundeskanzleramt und dann durch den Lehrter Bahnhof zum Alexanderplatz  und andere Schokoladenseiten schweben. Hauptstadtpolitiker könnten vor lauter Staunen über ihre tolle Weltstadt schon mal die Bodenhaftung in den Stadtteilen mit sozialen Brennpunkten und den gammelnden Schulgebäuden verlieren 😉
Kindergärten und Schulen kann man in der Realität leider nicht so schnell aufhübschen.
In ein paar Wochen besuchen wir mit unseren finnischen Freunden die Plätze, die wir mit ihnen schon einmal vor 25 Jahren besucht haben. Die Mauer, die U-Bahn, die Kontrollen am Checkpoint und der Fernsehturm haben 1982 sehr beeindruckt. Jetzt können sie sich schon vor der Ankunft in Tegel ein Bild von den Veränderungen machen, die nach 25 Jahren wieder gemeinsam  besichtigt werden sollen.
Egal wie gut die Schulen in Helsinki sind, Berlin hat glücklicherweise mehr als schlechte Schulgebäude zu bieten und außerdem sind wir nach ein paar Tagen wieder zurück auf dem Land in Finnland oder in Nordhessen.

BDSG: Nachlässigkeit ist Anwalts Liebling

Als Unternehmer muss man an Vieles denken. Vor allem an die bürokratischen Vorschriften und Erlasse, die von unzähligen Parlamenten produziert werden. Europaparlament, Bundestag, Landtag, Kreistag und Gemeindeparlamente und die von ihnen abhängigen Gremien wollen Output erzeugen. Parlamentarier haben ja nichts anderes zu tun, als Gesetze und Regeln zu erlassen, wenn sie nicht gerade zum hundersten Mal über die Gesundheitsreform beraten, sich mit ihren grossen Dienstwagen durchs Land chauffieren lassen oder Untersuchungsausschüsse ins Leben rufen, um damit ihre PR-Arbeit in den Medien und besonders ihren Auftritt bei Sabine Christiansen oder Maybrit Illner zu unterstützen.

Wenn der Datenschutz im Innenministerium nicht so ernst genommen wird, wie wir das der Diskussion um den Lauschangriff auf unsere PC mit Hilfe staatlicher Trojaner entnehmen, kann man nur mit dem Kopf schütteln. Diese Naivlinge denken, sie könnten mit virtuellen Wanzen die großen Verbrecher schnappen und sie wissen nicht, dass die fähigsten Leute auf diesem Gebiet wahrscheinlich eher auf der anderen Seite oder im Internet-Dschungel arbeiten. Kaum ein kreativer und fähiger Hacker und Programmierer von Schadprogrammen wird für das BKA als Trojaner-Entwickler arbeiten wollen. Er gefällt sich besser als Guerillero im Kampf gegen staatliche Kontrolle und wird daher alles versuchen, BKA-Trojaner öffentlichkeitswirksam zu entlarven und die zuständige Behörde lächerlich zu machen. Dann hat die Welt wenigstens mal wieder etwas über Deutsche Einfaltspinsel und deren Gründlichkeit zu lachen. Vergebt dem Innenminister, denn er weiß nicht über was er redet (frei nach Lukas 23,34)    😉
Dass Datenschutz im öffentlichen Bereich nicht allzu ernst genommen wird, haben wir in Südhessen gesehen, wo Polizeiprotokolle versehentlich im Inter- statt im Intranet gelandet waren, wo sie dann über Monate von jedermann abgerufen werden konnten. Die staatlichen Verantwortlichen sagen „Hoppla das tut uns aber leid“ und werden dann in den Medien mit etwas Spott überzogen aber das war’s denn auch. Solche Fahrlässigkeiten von Beamten wurden noch nie ernsthaft bestraft.
Unternehmen können leider nicht mit soviel Nachsicht und Milde rechnen. 25.000 Euro, d.h. soviel wie das Mindeststammkapital einer GmbH beträgt, können bei derartigen Missgeschicken schon fällig werden. Ein Unternehmen ab 5 Arbeitnehmern, welches von diesen Arbeiten am Computer erledigen lässt und dabei keinen internen oder externen Datenschutzbeauftragten hat, der sich regelmäßig um die Einhaltung des Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) im Unternehmen kümmert, kann abgemahnt werden und mit Strafen rechnen. Wenn es keinen eigenen Datenschutzbeauftragten hat, kann es für einen Bruchteil der Kosten für Steuerberatung einen externen Spezialisten mit der Überwachung des BDSG  beauftragen. Geeignete Spezialisten können die IHKs empfehlen. Im Raum Nordhessen hat ein Kollege den Bedarf erkannt und bietet mit seinem Team von Netzwerkspezialisten auch diesen Service sehr preiswert an. Mich hat er auch schon beraten und ich kenne jetzt die noch relativ übersichtliche Gesetzeslage für Kleinstbetriebe und Freiberufler. Wenn Ihr Unternehmen im Umkreis von Kassel bzw. Melsungen liegt, können Sie dort anrufen, um Details zu erfragen. Das ist kostenlos und erspart Ihnen möglicherweise unnachsichtige Bürokraten und Anwälte, die es später nicht mit einem „Hoppla“ bewenden lassen, sondern zur Kasse bitten.
In diesem Zusammenhang sollten auch alle Website-Betreiber nochmals auf die Einhaltung Ihrer Impressumspflichten achten. In Felsberg und Melsungen gibt es beim Impressum noch viele unvollständige oder fehlende Angaben, obwohl sie gesetzlich schon seit langem vorgeschrieben sind.
Auch E-Mails im geschäftlichen Umfeld müssen jetzt um alle Angaben bereichert werden, die auch auf Rechnungen enthalten sind: Sitz des Unternehmens, Geschäftsführer, Handelsregistereintrag usw.

Rauchverbot und Null-Promillegrenze

Beides gibt es schon – aber leider nicht in Deutschland.
Weil es bei uns in Hessen keinen Schnee gab, waren wir im Erzgebirge. Das ist nur 330 km entfernt und liegt mit seinem höchsten Berg in Tschechien. Alles ist dort vergleichsweise preiswert, aber als Autofahrer muss man auf den Glühwein, das Bier oder den Schnaps nach dem Skifahren verzichten – Das fällt schwer, wenn der halbe Liter Budweiser Bier im Restaurant nur etwas über 1 Euro kostet und Cola teurer ist. Es gilt die Null-Promille Grenze. Dafür darf man aber in den Restaurants rauchen und weil die Zigaretten so billig sind, meinen manche Zeitgenossen, dass sie das auch in Gasträumen tun sollten, obwohl andere, auch die eigenen Kinder, noch am essen sind. Da sollte man konsequenterweise zur Null-Promille-Grenze auch gleich die Null-Nikotin-Grenze einführen, zumindest in Räumen, wo sich Nichtraucher aufhalten könnten, deren Gesundheit durch Rücksichtslosigkeit bedroht ist.
Wenn auf jeder Packung Gesundheitsrisiken stehen, muss man für die Nichtraucher die Gesundheitsgefahren beseitigen, indem man in allen öffentlichen Räumen und in Betrieben mit Publikumsverkehr das Rauchen grundsätzlich verbietet. Wenn die Packungsaufdrucke wissenschaftliche Erkenntnisse beschreiben, kommt eine Duldung der Raucher in allgemein zugänglichen Räumen einer Beihilfe zur Körperverletzung gleich. Italiener und Franzosen haben schon früher als die Deutschen erkannt, dass nur ein Verbot und Strafandrohungen klare Verhältnisse schaffen.

Das ist auch beim Alkohol so. Null Promille führt auch gar nicht erst zu komplizierten Kopfrechenaufgaben an der Theke, wie viele Biere noch nicht zur Überschreitung der erlaubten Promillegrenzwerte führen. Null Promille = Null, d.h. kein Bier, kein Wein, kein Schnaps – da fällt das Rechnen leicht 😉

E-Government ist noch nicht in den deutschen Web-Charts

Vor 3 Monaten berichtete ich auf diesem Blog vom Melsunger E-Government. Dabei stellte ich auch einen Schreibfehler auf der städtischen Website fest, der nicht nur Englischlehrern auffallen sollte, sondern allen, die ein paar Jahre Schulenglisch hatten. Dazu gehören sicherlich viele Melsunger Bürger und auch die Mitarbeiter der kommunalen Verwaltung.

Wenn Sie mein Bild oben ansehen, fällt Ihnen die notwendige kleine Rechtschreibkorrektur auf. Der rot markierte Fehler auf dem Original wurde auch nach Monaten noch nicht auf melsungen.de verbessert.
Resultat aus der Fehleranalyse: Entweder liest niemand die Seite, d.h. E-Government ist bisher eine Totgeburt oder es gibt ein massives Problem bei den Sprachkenntnissen der Bürger in Folge mangelhafter Unterrichtsqualität an den Schulen.
Da passt die Mitteilung eines Ausbildungsmanagers gut ins Bild, der davon berichtete, dass er bei Bewerbungsgesprächen mit Schülern der Region oft gehört hat, dass an ihrer Schule kaum Unterricht zur Informationstechnologie stattgefunden hat, obwohl eine der Melsunger Schulen bereits bundesweite Beachtung gefunden hat und ausgezeichnet wurde. Es ist viel dem Zufall überlassen, ob man Lehrer hat, die auf das Berufs- und Alltagsleben von morgen vorbereiten. Der Manager berichtete mir auch, dass ein immer größer werdender Bewerberanteil für die kaufmännischen Berufe des Unternehmens von Schulen der weiteren Umgebung kommt. Dort legen die Schulen mehr Wert auf moderne Technologien, die Kooperation mit lokalen Betrieben und auf Praxisnähe. Vielleicht wird dort E-Learning, E-Commerce, E-Banking und E-Government schon fehlerfrei geschrieben und manchmal sogar genutzt 😉

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