"Die Sprache ist die Kleidung der Gedanken" Samuel Johnson

Schlagwort: Gastronomie (Seite 1 von 2)

Gedanken eines Laien zur Kosteneinsparung im Gesundheitswesen

Kürzlich war ich in einem Hotel untergebracht, bei dem die Gäste beliebig oft an das Buffet mit den Speisen gehen konnten.
Diese Option wurde am häufigsten von den Menschen genutzt, die schon extrem übergewichtig waren. Auch ich habe Übergewicht, aber wenn die Mehrzahl der Männer noch extrem verfetteter aussieht, kommt man sich noch relativ schlank vor. Als ein fast kugelrunder Mann Probleme hatte, einen passenden Stuhl im Restaurant zu finden, kommt man nebenbei beim Tischgespräch auf die Folgen der Völlerei zu sprechen: Bei vielen Tierarten sind in dieser Jahreszeit Fettpolster unerlässlich, um mit den eingelagerten Reserven den Winter zu überstehen, bei Menschen in unseren Breitengraden machen diese gespeicherten Energiereserven keinen Sinn sondern nur krank. Den Abbau von Übergewicht sollte man daher finanziell reizvoll machen, z.B. durch Nachlässe bei den Krankenkassenbeiträgen, wenn das Körpergewicht innerhalb eines gesundheitlich vertretbaren Bereiches liegt. Ähnlich wie beim Rauchen kann der einzelne so mit einer Willensentscheidung sein verfügbares Einkommen steigern und lastet nicht der Allgemeinheit die Kosten auf, die durch seine wissentlich ungesunde Lebensführung entstehen.
Wenn man durch finanzielle Anreize die Zahl der Fälle von Adipositas verringern könnte, würden viele Zivilisationskrankheiten gar nicht erst entstehen und immense Behandlungskosten können so gespart werden. Schulmeisterliche Belehrungen werden an den überflüssigen Fettpolstern wirkungslos abprallen. Der finanzielle Anreiz von ein paar hundert Euro pro Jahr für gesunde Lebensführung kann da schon wirkungsvoller sein – ich schließe mich selbst dabei nicht aus.
Solidarität ist gut, sie sollte aber nur für Folgekosten gelten, die unverschuldet entstehen. Für Risiken, die man selbst verschuldet, sollte man auch durch zusätzliche Risikobeiträge herangezogen werden. Damit das positiver klingt, könnte man auch allgemein die Beiträge erhöhen oder Überschüsse verwenden und für gesundheitsbewusste Menschen eine Rückerstattung von Anteilen einführen.
Weil die eingesparten Milliarden aber Umsatzverluste für die betroffenen Medikamentenhersteller bedeuten, wird eine starke Lobby solche Reformgedanken schon im Keim zu ersticken versuchen. Derartige Machenschaften von Interessengruppen kennen wir ja noch, als es darum ging, das Rauchverbot an ein paar öffentlichen Orten durchzusetzen.

Strandraub? Nie wieder Urlaub in Norden!

strandraub.pngWut kommt auf, wenn man am letzten Urlaubstag vom Urlauber zum Täter gemacht wird, dessen Tatzeit bürokratisch korrekt minutengenau festgehalten wird. So von den Wächtern des ruhenden Verkehrs beglückt, wird man bestimmt nicht wieder nach Norden oder Norddeich reisen, zumal der Strand an den vorgelagerten Inseln viel schöner und vor allem wassersicherer ist.
Was war geschehen: Wir machten an diesem Nordseeort ein paar Tage Urlaub. Dabei besuchten wir Angehörige, die am ca. 2 km vom Hotel entfernten Kopersand eine Ferienwohnung gemietet hatten. Bei der Anfahrt dorthin übersahen wir wohl ein unscheinbares Schild, welches das Parken irgendwie großräumig regelte. Das kommt vor, wenn man sich bei der Suche in fremder Umgebung auf Straßennamen und Hausnummern konzentriert. In der genutzten Parkbucht war kein Schild. Es wurde auch niemand von uns behindert … Vielleicht hätten wir unsere Kurkarte oder weiteren Papierkram sichtbar deponieren müssen, damit die Aufseher vom „Fachdienst Ruhender Verkehr“ gesehen hätten, dass wir nur zahlende Gäste und keine notorischen Falschparker sind.
strandraub-1.pngAls wir dann nach dem Besuch eines nahe gelegenen Lokals wieder beim Auto ankamen, fanden wir den links abgebildeten gelben Zettel vor. Wir wurden darauf hingewiesen, dass demnächst ein Anhörungsbogen eingeht, in dem es dann Gelegenheit zur Stellungnahme gibt. Derart liebevolle Informationen mindern dann die Urlaubsfreude und den Wunsch erneut an diesen gastlichen Ort zurück zu kommen… Meine Stellungnahme zur angelasteten Tat kann die Bürgermeisterin von Norden und ihre Fachkräfte für den ruhenden Verkehr hier ganz offiziell lesen: Ich werde nicht noch einmal auf die merkwürdige Beschilderung hereinfallen, weil ich diesen Ort nie wieder als Urlaubsort wähle. Schönere Orte gibt es auf den Inseln und an der Ostsee allemal. Wenn eine Stadtverwaltung meint, dass neben der von den erbrachten Leistungen kaum sinnvoll zu begründende Kurtaxe auch noch durch die Fallenstellerei beim Parken abgesahnt werden muss, bringt sich in Verdacht, die frühere Strandräuberei mit anderen Mitteln fortzusetzen. Info: Schon im Mittelalter setzten Küstenbewohner an der Nordsee falsche oder missverständliche Signale, die oft dazu führten, dass Schiffe strandeten, um dann von den Küstenbewohnern ausgeraubt zu werden.
Falls die Bürgermeisterin Einwendungen gegen die hier veröffentlichte Stellungnahme hat,  kann sie ja hier antworten. Ich habe die auf dem gelben Zettel des Nordener Fachdienstes „Umwelt & Verkehr“ angeforderte Stellungnahme hiermit gegeben und die Sache ist emotional erledigt: Ohne die Rechtmäßigkeit und Verfahrensmängel zu überprüfen habe ich die 25 Euro Verwarnungsgeld überwiesen. Der Nordener Stadthaushalt wird Sie wohl nötig haben, wenn immer mehr derart verärgerte Gäste wegbleiben werden. Die Zimmerbelegung in Norddeich war jedenfalls schon in diesem Sommer so, dass an fast jeder Ecke ein „Zimmer frei“ Schild zu lesen war.

… Wen wundert’s: Täter kehren nicht immer an den Tatort zurück 😉

Web-Besuch aus Österreich – eine Analyse

In den ersten Wochen dieses Jahres kamen ein paar hundert Blog-Besucher aus Österreich. Die Analyse-Software meines Providers verteilt diese auf 72 Bezirke.
Ich interessiere mich für meine Besucher. Wenn sich diese nur selten mit Kommentare äußern, so habe ich wenigstens die Möglichkeit die geographische Herkunft von einem Teil der Gäste anzuschauen. Die Hyperlink-Funktion aus Excel liefert automatisch die Webadressen von vielen der genannten Bezirksstädte aus der Statistiktabelle. Die Berechnung der http-Adressen klappte bei einigen Städten (Wien, Graz, Salzburg) gut, weil die Excel-Zelle mit dem Namen der Stadt nur zwischen „https://www.“ und „.at“ verknüpft werden muss und schon hat man mit Hilfe der Hyperlink-Funktion eine Stelle, von wo man mit einem Klick die Website der Stadt erreicht. Ein paar Städte haben Zusatzbezeichnungen, z.B. Linz an der Donau (es gibt ja auch ein Linz am Rhein). In diesen Fällen kann man den Namen der Stadt nicht so einfach aus der Tabelle übernehmen, weil die Leerzeichen und Kommas die Berechnung des Hyperlinks stören. Auch die spezifischen Zeichen (ä, ö, ü, ß) der deutschen Sprache (Wörgl) werden von der Hyperlinkfunktion nicht automatisch übersetzt und müssen daher nachbearbeitet werden.
Bei einigen Orten landete man auf der Seite von Domaingrabbern (Hallein). Diese Geschäftemacher haben die Domainnamen registrieren lassen, bevor die Verwaltungen in Sachen Internet und Marketing aktiv wurden. Pech für diese Städte, weil jetzt unter ihren Namen Reklame angezeigt wird und nicht die Stadtverwaltung mit Fremdenverkehrsamt und Hotelverzeichnis. Die Domaininhaber Geschäftemacher fordern hohe Zahlungen, wenn sie die Domain an die betreffende Stadt abtreten sollen. In Deutschland könnte man ggfs. auf die Herausgabe des Domainnamens klagen, wenn das Domaingrabbing offensichtlich ist.

Ein Beispiel für diese Machenschaften der Domaingrabber aus Österreich: Bewohner oder Besucher der Stadt Hallein werden üblicherweise www.hallein.at angeben und nicht www.hallein.gv.at. Bei der üblichen Eingabe des vermuteten Domainnamens landet man bei Reklameschwachsinn, welcher im Fall Hallein noch nicht einmal ein Impressum hat und wo der Inhaber nur Werbeeinnahmen durch die Klicks verirrter Besucher abstauben will. Das Ganze bewegt sich auf dem Niveau von erlaubtem Spamming. Jeder Klick auf diese Reklame bringt dem Domainbetreiber einige Cent vom Anbieter der Reklame (s. GoogleAdsense und Adwords)

Karneval in Berlin? Erlaubt ist, was nicht verboten ist!

Appelle an Vernunft und Freiwilligkeit nutzen wenig bis nichts.
Das Insektizid DDT wurde trotz seiner hohen Wirksamkeit verboten und die Welt hat es überstanden.
Wegen des DDT-Verbotes wurden weniger schädliche Substanzen für die Umwelt entwickelt und die chemische Industrie hat weiterhin Gewinne eingefahren.
Warum sollten derartige Vorgaben beim Auto anders wirken? Wenn die Produktion von Autos mit hohen CO2 Produktionen ab 2012 verboten wird, werden die Unternehmen bis dahin viel investieren, um erlaubte Werte einzuhalten. Machbar sind sie schon länger, aber ohne Verbot gibt es auch keine Notwendigkeit, sie einzuhalten. Genau in die Karnevalszeit passt auch die Initiative unseres Umweltministers: Ministerien wollen Ausgleich für CO2-Emissionen ihrer Dienstwagen zahlen ;-). Von wem die Ministerien wohl ihre Budgets erhalten? Ich dachte bisher, von uns als den Steuerzahlern! Das bedeutet also, dass wir für deren CO2-Emmissionen zahlen müssen. Glaubhaft wäre die Aktion, wenn der Ausgleich vom Gehalt der chauffierten Bundesangestellten und Politiker gezahlt würde, dann würden Sie auch etwas mehr über die Sinnhaftigkeit von Dienstreisen nachdenken – als wenn nur ein Betrag aus dem Steueraufkommen von einer Kostenstelle des Bundes auf eine andere verschoben wird, um Wählern Sand in die Augen zu streuen. Dem Wähler wird Problembewusstsein vorgeheuchelt, um dann gleichzeitig die Vorschläge des EU-Kommissars zur Reduzierung der Abgasvorschriften zu demontieren. Karneval in Berlin!
Ähnlich ist es mit dem Rauchverbot. Die vom Ministerpräsidenten Wulf vorgeschlagene Freiwilligkeit ist wie das Verbot von schlechtem Klima. Man kann sich so etwas einfach schenken, er möchte wahrscheinlich nur Pluspunkte bei wählenden Rauchern sammeln oder sich das Wohlwollen der Zigarettenindustrie erhalten. Wahrscheinlich hat er noch nie gelesen, welche Gefahren auf den Packungen beschrieben sind. Wenn Arbeitnehmer in der Gastronomie weiterhin solchen Gefahren ausgesetzt werden, handelt ein Gesetzgeber bewusst fahrlässig. Welcher nicht rauchende Mitarbeiter traut sich schon bei Freiwilligkeit an die Vernunft der Raucher im Gastraum zu appellieren? Welches Kind besteht auf seinem Recht auf eine rauchfreie Umgebung? Ein entsprechend formuliertes Gesetz muss eingehalten werden! Jeder Arbeitgeber in der Industrie hätte Ärger mit der zuständigen Berufsgenossenschaft, wenn er vermeidbare Gefahren am Arbeitsplatz nicht abschafft. Raucher sind in der Regel suchtkrank und man kann sie daher nicht in kürzester Zeit entwöhnen. Deshalb könnte man gekennzeichnete Rückzugsmöglichkeiten für Raucher schaffen, die gut belüftet werden – aber wo keine unbeteiligten Nichtraucher oder Mitarbeiter gesundheitlichen Gefahren ausgesetzt werden.
Nach dem Rauchverbot in der italienischen und französischen Gastronomie hat es noch keine Massenentlassungen gegeben. Es wird dort weiterhin gegessen und getrunken – nur in gesunderer Atmosphäre 😉

Winterurlaub im Sudetenland

Diese Fotoreportage gibt mit 9 kommentierten Bildern in 8 Minuten ein paar Eindrücke aus unserem Winterurlaub im tschechischen Erzgebirge wieder. Ich habe die Bilder bewusst in das Format 320*240 Punkte gebracht. Die Erstellung von Podcast mit Camtasia Studio ist eines der Fallbeispiele zu einem Workshop im nächsten Monat. Bei YouTube wird das überspielte Format wieder vergrößert. Zum Vergleich habe ich die Reportage auch noch im Flashformat produziert.

[MEDIA=4]

Rauchverbot und Null-Promillegrenze

Beides gibt es schon – aber leider nicht in Deutschland.
Weil es bei uns in Hessen keinen Schnee gab, waren wir im Erzgebirge. Das ist nur 330 km entfernt und liegt mit seinem höchsten Berg in Tschechien. Alles ist dort vergleichsweise preiswert, aber als Autofahrer muss man auf den Glühwein, das Bier oder den Schnaps nach dem Skifahren verzichten – Das fällt schwer, wenn der halbe Liter Budweiser Bier im Restaurant nur etwas über 1 Euro kostet und Cola teurer ist. Es gilt die Null-Promille Grenze. Dafür darf man aber in den Restaurants rauchen und weil die Zigaretten so billig sind, meinen manche Zeitgenossen, dass sie das auch in Gasträumen tun sollten, obwohl andere, auch die eigenen Kinder, noch am essen sind. Da sollte man konsequenterweise zur Null-Promille-Grenze auch gleich die Null-Nikotin-Grenze einführen, zumindest in Räumen, wo sich Nichtraucher aufhalten könnten, deren Gesundheit durch Rücksichtslosigkeit bedroht ist.
Wenn auf jeder Packung Gesundheitsrisiken stehen, muss man für die Nichtraucher die Gesundheitsgefahren beseitigen, indem man in allen öffentlichen Räumen und in Betrieben mit Publikumsverkehr das Rauchen grundsätzlich verbietet. Wenn die Packungsaufdrucke wissenschaftliche Erkenntnisse beschreiben, kommt eine Duldung der Raucher in allgemein zugänglichen Räumen einer Beihilfe zur Körperverletzung gleich. Italiener und Franzosen haben schon früher als die Deutschen erkannt, dass nur ein Verbot und Strafandrohungen klare Verhältnisse schaffen.

Das ist auch beim Alkohol so. Null Promille führt auch gar nicht erst zu komplizierten Kopfrechenaufgaben an der Theke, wie viele Biere noch nicht zur Überschreitung der erlaubten Promillegrenzwerte führen. Null Promille = Null, d.h. kein Bier, kein Wein, kein Schnaps – da fällt das Rechnen leicht 😉

Donnerknispel: Säue werden nicht nur für die Werbung gebraucht

Aus dem Waldecker Land erfahren wir, was die Aufgabe von Schweinen ist, wenn sie nicht im Medienmarkt tätig sind.
„Do It Yourself“ haben sich wohl die Enkelinnen des Waldecker Wurstkönigs gesagt, als sie selbst in einem Werbevideo für die YouTube-Plattform auftraten. Die Idee kommt wahrscheinlich vom hanseatischen Kaffeeröster, wo Patriarchen schon lange die eigenen Bohnen im Werbefernsehen anpreisen und dabei lüstern auf die Serviererin schauen. Auf jeden Fall sind Regina und Anne kreativer und glaubwürdiger, als wenn da die Jetset Verona den Wurstverkauf macht „Da werden sie gegessen…“
[flash]https://www.youtube.com/watch?v=If_wi87n4qg[/flash]
Kostengünstiger werben als bei Presse und Rundfunk! Sehr geizig sparsam waren sie ja schon immer die Wilkes, das weiß ich von Verwandten, die dort vor 30 Jahren in der Wurstfabrik arbeiteten oder für Wilkes Schlachtvieh bei den Waldecker Bauern kauften.
Kostenlos könnten auch die Felsberger oder Melsunger bei YouTube werben. Aber sie sind wohl noch nicht so weit wie die jungen Schlachthaus-Chefinnen aus meinem Heimatkreis – oder sie haben so viel Geld, dass sie weiterhin unsere Briefkästen zur Zwischenlagerung des wöchentlichen teuren Buntpapiers verwenden, damit wir es dann zur Blauen Tonne transportieren können. Ein Entsorgungsunternehmen führt den Papiermüll dann der thermischen Verwertung oder dem Recycling-Kreislauf wieder zu. So werden dank Werbung viele Arbeitsplätze gesichert 😉

Körperverletzung und Sachbeschädigung im Lokal?

Gestern war meine Frau mit Ihren Kolleginnen zur Weihnachtsfeier in einem hiesigen Lokal. Das Essen war wie immer reichlich und die Luft war so mit Zigarettenqualm verpestet, dass ich nach ihrer Heimkehr riechen konnte, in welchen Räumen unserer Wohnung sie Kleidungsstücke abgelegt hatte.
Da fiel mir die Rauchverbotsdiskussion in den Parlamenten wieder ein.
Sind große Teile der Politiker nur nützliche Idioten oder bestochen oder beides?
Einerseits beschließen Sie ein Gesetz, welches dazu führt, dass eine Warnung auf jeder Zigarettenschachtel steht, wie schädlich Rauchen ist und dann setzen Sie die Erkenntnisse des Gesetzgebers nicht um. Wie schon bei der Gesundheitsreform und bei der Bildungspolitik kann man nur zur Erkenntnis gelangen, dass Föderalismus ein überflüssiger Schwachsinn ist. Wenn sich jeder Provinzfürst trotz wissenschaftlicher Erkenntnis so äußern kann, wie das einige getan haben, wie sollen Eltern Ihren Kindern glaubhaft machen, dass man das Rauchen besser sein lässt. Vielleicht haben Juristen – wie im Fall Hoitzer – mal wieder den Stein der Weisen in der Hand. Jeder, dessen Kleidungsstücke nach dem Verlassen eines öffentlich zugänglichen Ortes so geruchsverschmutzt sind wie die, die ich gestern Abend gerochen habe, sollte den Betreiber des Raumes auf Schadensersatz verklagen. – Wenn ich bewusst das Eigentum anderer mit sichtbarem Dreck verschmutze, muss ich ja auch zahlen, warum nicht auch für riechbaren Dreck?
Urteile von klugen Bundesrichtern sind wahrscheinlich nachhaltiger als das Rumgeeiere von Politiker, die Wahlkampfspenden der Zigarettenindustrie annehmen dürfen. Vielleicht könnten die Korruptionsfahnder nach den Abschlussarbeiten bei Siemens mal die Geldtransfers der Tabakindustrie analysieren.
Es mag sein, dass einige Raucher sich kürzer in der Gastronomie aufhalten, wenn das Rauchverbot kommt – aber es könnte genauso gut sein, dass mehr Nichtraucher kommen, weil weder ihre Lungen noch ihre Kleidung beschädigt werden 😉

Saubillig? Gratiseinladung zum Seniorentreff

Beginn einer Spanferkelproduktion
“Sehr geehrte(r) Herr Rennert,…”

So beginnt eine persönlich an mich gerichtete Einladung. Ich bin damit zum kostenlosen Spanferkelessen am 4. Dezember um 16 Uhr ins Gasthaus Siebert nach Böddiger eingeladen. Frau Frey vom Bauer Münsterland scheint ja eine Meisterin in Sachen Verkaufspsychologie zu sein!
Selbst wenn ich zu dieser Uhrzeit keine E-Mail- und Kommunikationsschulung in Melsungen durchzuführen hätte und noch 20 Jahre älter wäre, würde ich zu keinem so angepriesenen Seniorentreff gehen. Das hört sich zu sehr nach Kaffeefahrt für Altenheime an, bei dem überteuerte Heizdecken, Heilwässerchen u.ä. an Menschen mit einsetzender Demenz verkauft werden sollen.
Die Margen bei derartigen Verkaufsveranstaltungen müssen ja gigantisch sein, wenn man solche Massensendungen per Post verschickt und dabei nicht nur ein kostenloses Spanferkelessen anbietet, sondern auch noch ein 7 Pfund Schlemmerpaket und ein Präsent im Wert von 28 Euro welches es noch als Zugabe gibt. Ehepaare erhalten die doppelte Menge und einen DVD-Player oder eine Digitalkamera als Treueprämie.
Schön, wenn dann wenigstens noch die Anschrift des verantwortlichen Unternehmen auf dem Schreiben genannt würde und nicht nur der örtliche Gastwirt, der seine Räumlichkeiten vermietet. So könnte man sich ja mal über die Produkte und die Seriosität des Unternehmens informieren. Um den Nikolaus wird es sich wohl noch nicht handeln, der kommt ja erst 2 Tage später. Weil minderjährige Personen nicht zugelassen sind, habe ich einen Verdacht: Vielleicht handelt es sich um nicht jugendfrei Prothesen und hochpreisige Massagestäbe, damit Oma und Opa im Viagra- oder Cialis-Rausch mal so richtig nach dem Spanferkelessen die Sau raus lassen können 😉

Nordhessen

Nordhessen hat einen Internetauftritt, der vom Regionalmanagement Nordhessen herausgegeben wird.
Am interessantesten dürften wohl die geschilderten Freizeitangebote sein.

 

« Ältere Beiträge

© 2021 Heiligenberg-Blog

Theme von Anders NorénHoch ↑