Widersprüchliches, VerdrängtesDen folgenden Beitrag erhielt ich gestern von Dieter Hoppe. Er erntete dafür schon mehrfach Kritik – aber damit müssen Historiker zurecktkommen. Erkenntnisse zu akzeptieren fällt schwer, wenn Sie nicht in die gewohnten Denkschablonen passen. Hier sein Anrisstext:
“Das europäische Denken hat in einem Ausmaß das ganze menschliche Sein durchdacht in einem Umfang, Breite und Tiefe wie kein anderer Kulturkreis. Auf allen Gebieten von den Geisteswissenschaften bis zu den Naturwissenschaften aber auch in den Bereichen des menschlichen Miteinanders und der Menschlichkeit sind Leistungen entstanden, auf die wir mit Recht stolz sein können und auch stolz sein sollten. Sie sollten uns Ansporn sein, unseren Vorgängern nachzueifern, um nicht im Sumpf von Anspruchsdenken und Konsum zu versinken. Wir sollten uns nicht von dem berüchtigten und heimtückischen „aber“ einfangen lassen, das letztendlich alle positiven Kräfte in uns lähmen kann.

Auf der Gegenseite der großartigen Leistungen haben sich aber auch immer wieder Selbstgerechtigkeit und Überheblichkeit ausgebreitet, die in der europäischen Geschichte zu unglaublichen Exzessen von Gewalt geführt haben. Wie ordnet sich hier die Zeit des Nationalsozialismus ein? Positive Leistungen haben immer viele Väter, bei negativen waren es immer die anderen.

Wer zum Thema „Verdrängtes, Widersprüchliches, Tabus und Heuchelei sowie zum Thema Ideologie, Gewalt und Antisemitismus“ mehr wissen möchte, sollte hier klicken.

Wer sich selbstzufrieden zurücklehnen möchte, oder nur nach Schlagworten und Bestätigung seiner Vorurteile sucht, sollte den Artikel nicht lesen. Wer Unrecht gegen Unrecht aufrechnen oder Unbequemes ausgrenzen will, sollte es auch nicht tun.

Wer dagegen an der Information über einige wenig oder völlig unbekannte und auch sehr unangenehme Zusammenhänge informiert werden möchte, der ist hier richtig.”

14 Seiten, PDF, 2,5 MB

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