Post von der GEZ wirkt auf mich, wie ein rotes Tuch auf einen Kampfstier. Nicht dass ich die Gebühr nicht zahle! Beim Jahresabschluss habe ich wieder festgestellt, dass ich sogar doppelt zahle: Einmal für den Betrieb und einmal privat. So ein Schwachsinn, ich könnte nur immer ein Radio hören und weil ich mich konzentrieren muss und Ablenkung vermeide, schalte ich gar keines an und zahle dafür dann auch noch doppelt. Auch in der Familie nutzt kaum einer die über die GEZ finanzierten Angebote. Unser Jüngster hört seine Schallplatten aus den 60er Jahren und sieht im Fernsehen höchstens die Simpsons und die kommen nicht von der ARD und dem ZDF. Das weiß ich genau, weil wir nur noch einen wenig genutzten Fernseher im Haus haben und wenn ich die Nachrichten im ZDF sehen will, muss ich immer von einem privaten Sender umschalten.
Die Nachrichten sind genau genommen auch das einzige, was ich bei öffentlich rechtlichen Sendern angesiedelt haben möchte. Aber benötigen wir dafür so viele Sendeanstalten mit tausenden von hoch bezahlten Leuten. Lokale Nachrichten könnten von einem Sender aus der Region kommen, da reichen abgespeckte ARD-Anstalten mit ein paar Journalisten aus und deutschlandweite Nachrichten kommen dann eben vom ZDF. Weil das eine nationale Aufgabe ist, sollte man diese Sendungen dann aus dem Steueraufkommen finanzieren und auf den ganzen GEZ-Schnüffelapparat zum Aufspüren von Schwarzhörern verzichten.
Die nicht zur Nachrichtenverbreitung nötigen Bereiche der Sender sollte man privatisieren. Personen die Zeit haben, können dann einen Decoder kaufen und das konsumieren, was sie wollen und wir müssen nicht immer mehr für die medialen Prestigeprojekte größenwahnsinniger Intendanten zahlen. Wenn die entscheidenden Politiker das anders sehen, sollten sie sich am Gebührenmodell im alten Rom orientieren. Dort gab es Brot und Spiele für das Volk gratis. So könnte man auch die Steuerfinanzierung der Unterhaltung begründen. Die Nutznießer des massenhaft möglichen Fernsehkonsums kommen aus der sozialen Unterschicht und aus der Hartz- und der Rentnergeneration. Die anderen, die den Gebührenballast tragen müssen, haben gar nicht die Zeit, die Mediendienstleistungen, für die sie in der Firma und auch noch im privaten Haushalt zahlen müssen, zu konsumieren.

Schon vor der Trojanermeldung vor ein paar Tagen, mussten die Leute Befürchtungen haben, dass Personen sich Zugang zu den Haushaltsdaten verschaffen wollten, um den letzten Schwarzseher aufzuspüren. Wir erhalten immer noch Papierbögen zur Ausforschung unserer Kinder, die mittlerweile nicht mehr im Haushalt leben. Da ist der GEZ-Trojaner nicht mehr als folgerichtig und passt voll ins Bild 😉