"Die Sprache ist die Kleidung der Gedanken" Samuel Johnson

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Einschulung Jahrgang 2013 mit Rückblick auf früher

Einschulungsgottesdienst
Zu Beginn dieser Woche war ich nach 14 Jahren einmal wieder in einem Gottesdienst zur Einschulung. Das letzte Mal, im Jahre 1999 betraf es noch unseren jüngsten Sohn. In diesem Jahr waren es die Söhne unserer Tochter, die im Bild unter den anderen Kindern zu sehen sind.
Die Feiern zur Einschulung werden immer aufwendiger und anspruchsvoller. Eltern, Großeltern und Urgroßeltern, Paten, sowie Geschwister der Eltern, die zur Feier eingeladen waren, erhielten schon Hausaufgaben, bevor die Schulanfänger zum ersten Mal die Schule betraten: Jeder sollte seine Schulzeit beschreiben und bebildern, damit die nachkommende Generation eine Vorstellung bekommt, was ihrem persönlichen Umfeld in der Schule wiederfahren ist.
Ein kleines Werk im Umfang eines Buches ist so zusammengekommen. Meine Abhandlung samt der ersten mangelhaften Benotung in einem Zeugnis ist als pdf-Dokument zu besichtigen.

Gedenken an Geschichtsereignisse im November

Vor 74 Jahren war der 9. November einer der schwärzesten Tage der deutschen Geschichte: Novemberpogrom 1938
Vor 23 Jahren war der 9. November der Tag der Maueröffnung.
Vor 200 Jahren endete Napoleons Siegeszug in Russland. In der Folge waren russische Soldaten auch an der Befreiung Deutschlands von der Fremdherrschaft Napoleons beteiligt. Den russischen Gefallenen der Freiheitskriege wurde auch noch Jahrzehnte später in Kassel und Melsungen gedacht.
Dieter Hoppe hat einige Beiträge zu den Geschehnissen am Beginn des 19. Jahrhunderts veröffentlicht. Eine russische Schülergruppe besuchte Kassel und setzte sich mit den Geschehnissen vor 200 Jahren auseinander. Deren Interesse ist auch der Auslöser eines Nachtrags von Dieter Hoppe: „Der Freiheit eine Gasse“ – Das Löwendenkmal in Kassel – 200. Jahrestag der Niederlage Napoleons in Russland im Jahre 1812 – Russische Schüler wandeln auf den Spuren von General Tschernitschew in Kassel. [pdf-Datei, 6 Seiten, 916 kb]

Journalistenrisiken und -chancen

Journalisten – als 4. Gewalt
Nach Legislative, Exekutive und Judikative wird die vierte Gewalt im Staate den Journalisten zugeordnet. Ihre Veröffentlichungen wirken auf die drei zuvor genannten Säulen des Staates weil sie die öffentliche Meinung beeinflussen. Waren es im letzten Jahrhundert noch hauptberufliche Journalisten, welche die Zusammenhänge um Watergate und Tschernobyl aufdeckten, so kommen in Zeiten des Internet und der sogenannten Social Media auch immer mehr Amateure hinzu, welche die Handlungen von Politikern und Konzernen kritisch beobachten und kommentieren. Einige Doktortitel von Spitzenpolitikern haben keinen Bestand mehr weil hunderte von Freizeitbloggern die Doktorarbeiten vergleichen, die Plagiate kennzeichnen und dann die Peinlichkeiten veröffentlichen.
Die Angst vor medialen Exekutionen in der professionellen Presse oder in den Social Media beeinflusst das Handeln. Der schnelle Ausstieg aus der Kernenergie zeigt, wie Politiker von der öffentlichen Meinung getrieben werden. Ihr wenig nachvollziehbares und überstürztes Handeln lässt viele um die Versorgungssicherheit der Elektrizität fürchten. Die Ereignisse um Stuttgart21 zeigen keine tatkräftig handelnden Politiker, sondern wie die gewählten Vertreter ihre getroffenen Entscheidungen von einer lautstarken Minderheit in Frage stellen lassen getreu dem Motto: “Wer am lautesten schreit setzt sich am Ende durch.” Ohne Berichterstattung gäbe es keine nennenswerten Proteste. Nachhaltiger lässt sich die Wirksamkeit der 4. Gewalt und die Demontage der Exekutive kaum darstellen.
Zufall und Heldentum
Es war ein Journalist, der vom Hubschrauber aus das erste Foto des freigelegten glühenden Reaktorkerns von Tschernobyl machte. Als einer der Wenigen hat er die extreme Strahlung sogar überlebt. Seine Ausrüstung wurde von der Strahlung beim Überflug in Verkennung des bis dahin unbekannten Risikos sofort unbrauchbar gemacht.
Er berichtet im YouTube Video ab Minute 4:10 darüber.
https://www.youtube.com/watch?v=-TgczLGbZSA
Die komplette Dokumentation der Katastrophe ist in 10 Teile aufgeteilt. Die damals noch üblichen Vertuschungsversuche der Verantwortlichen werden offenkundig gemacht. Selbst Staatschef Gorbatschow wird erst mit großer Verspätung über den Ernst der Lage informiert. In Japan wirkten derartige Vertuschungsversuche hilflos, weil es sich nicht mehr verhindern ließ, dass die Explosionen der Reaktorblöcke in Echtzeit weltweit gezeigt wurden. Wenn offizielle Stellen nichts publizieren dürfen, übernehmen Laien die Berichterstattung wie in Syrien oder dem Iran.
Schnell erreichbares Equipment
Beim Terroranschlag in Norwegen waren viele Menschen in der Nähe der Tatorte. Ihre Videos und Bildberichte bildeten die Basis der ersten Berichterstattung. Ein norwegischer Schüler oder Student lieferte auf seinem Kanal einen Zusammenschnitt der ersten Bilder als die Zahl der Toten auf der Ferieninsel noch mit 10 angegeben wurde.
https://www.youtube.com/watch?v=vTaN7-5Rd6A
Die FAZ als seriöses und konservatives Medium bestätigt, dass die Experten meist auch nicht besser sind als die oft gescholtenen Laienjournalisten: https://www.faz.net/artikel/C30280/fernsehkommentare-zum-terror-wer-solche-experten-kennt-braucht-keine-laien-30472105.html
Fazit: Profi-Journalisten werden es immer schwerer haben, ihre Existenzberechtigung und ihr Gehalt zu rechtfertigen. Wer ein Multimedia-Handy hat und ein paar Zeilen schreiben kann, kann bei der Dokumentation der Weltgeschichte mitmachen, wenn er zufällig am Ort des Geschehens ist. Profi-Journalisten kommen natürlich weiterhin bei geplanten Ereignissen voll zur Geltung. Sie werden mit den Profi-Fotografen zu königlichen oder fürstlichen Hochzeiten bestellt. Kein zukünftiger Regent ist mit einem verwackelten Handyvideo und dem Bericht eines Bloggers über seine Hochzeit zufrieden.

Today in History

Mein Großvater, Albert Rennert wurde heute vor 120 Jahren geboren. Als Schüler hatte er immer schulfrei, weil auch der Kaiser Geburtstag hatte. Wilhelm II war genau 32 Jahre älter.

Es gab noch weitere denkwürdige Geschehnisse: Am 27. Januar 1837 duellierte sich der russische Dichter Alexander Puschkin wegen einer Intrige mit einem französischen Gardeoffizier und starb 2 Tage später an seinen Verwundungen. Ein finnischer YouTuber gedenkt dem Ereignis mit einem Video.
Deutsche Geschichte wird auf dem Kanal von AssociatedPress dokumentiert: Vor 66 Jahren wurde das Konzentrationslager Ausschwitz befreit und vor 255 Jahren wurde Mozart geboren.

In Memoriam

Heute könnten wir den 84. Geburtstag meines Vaters feiern. Er ging an einem Oktobermorgen im Jahr 1984 in Korbach zur Arbeit und starb 2 Stunden später im dortigen Krankenhaus an einem Herzinfarkt.

Was auf dem Kanal von AssociatedPress anlässlich des 18. Januar bereitgestellt wird, sehen Sie im kurzen Video:

Silvesterraketen über Felsberg

In verschiedenen Medien wurde berichtet, dass Edel-Raketen im Trend liegen und weniger die Billig-Böller gefragt sind.
Den Trend zum Edlen konnten wir auch in Gensungen vom sogenannten Heldenhügel aus beobachten.

Wikileaks wird aus Guxhagen finanziert

Bank Transfer – Option 2: via the not-for-profit Wau Holland Stiftung Foundation: This support is tax deductible in Germany“ – Die Spende ist in Deutschland steuerlich absetzbar … so das übersetzte Ende des Zitats.
Die amerikanische Regierung wird darüber nicht amüsiert sein, konnte sie doch mehrfach nicht verhindern, dass geheime Dossiers ihrer Diplomaten aus aller Welt über „Lecks“ an die Öffentlichkeit gelangen. Wikileaks und ihr Gründer werden dort als Staatsfeinde betrachtet, obwohl es noch kein Gesetz gibt, gegen das sie verstoßen haben.
Guxhagen ist der Sitz der gemeinnützigen Wau Holland Stiftung. Sie unterhält ein Spendenkonto bei der Kasseler Commerzbank. Diese sammelte bislang 750000 Euro an Spenden ein und finanziert damit die Arbeit der Organisation, welche die Aufdeckung von unethischem Verhalten in Regierungen und Unternehmen als Ziel nennt.
Herwart (Wau) Holland starb 2001 im 50. Lebensjahr. Wenn man seine Beschreibung in https://de.wikipedia.org/wiki/Wau_Holland liest, denkt man, dass die gegenwärtige Stiftungstätigkeit genau in seinem Sinne ist. Falls es einen Hackerhimmel gibt, wird er dort frohlocken.
Wau Holland ist kurz in einem Tagesschaubericht vom 28.12.1984 zu sehen. Damals hatte der Chaos Computerclub bewiesen, dass das BTX-System für Onlinebanking unsicher ist. Zum Beweis hatte man ohne Legitimation einen sechstelligen Betrag bei der Hamburger Sparkasse umgeleitet. Später engagierte sich Holland für die IT-Bildung von Schülern. Dazu gibt es ebenfalls einen Beitrag bei YouTube:

Postgrapscher stahl Mozarts' Zauberflöte

In dieser Woche erhielten wir zweimal einen Entschuldigungsbrief von der Deutschen Post mit dem Betreff “Verzögerte Aushändigung Ihrer Sendung“
Einmal war es eine im Frühjahr bestellte CD und zwei Tage später waren es dann zwei Karten für die Bad Hersfelder Festspiele. Aufführungstermin war der 24. August. Die Vorstellung war wohl verregnet aber als Zuschauer hätten wir mit warmen Decken im Trockenen gesessen, wenn die Karten eine Woche früher hier gewesen wären. Ein Polizist aus Melsungen nahm unsere Schadensersatzforderung auf. Sollten die 96 Euro Schadensersatz für die verregnete Vorstellung bei uns demnächst eingehen, werden diese der Katastrophenhilfe der Diakonie gespendet, damit bei größeren Überschwemmungen geholfen werden kann.
Ärgerlich war nicht nur, dass die Karten verloren gingen, sondern auch, dass sie als Geschenk von einer sehr netten alten Bekannten kamen, die uns wahrscheinlich als undankbar empfand, weil wir uns nicht dafür bedankten.
Der Postmitarbeiterin, die das zweite Schreiben aus dem eigenem Haus überbrachte war das sichtlich peinlich. Es scheint, dass die Post nicht nur einen ehemaligen Vorstandsvorsitzenden hat, der Vertrauen verspielte, als er Steuermillionen in Lichtenstein hinterzog, sondern auch noch viele kleine schwarze Schafe, die sich über unsere Briefe hermachen, um daraus Bares zu entwenden. Mit Opernkarten und Bildungs-CDs konnte der Dieb / Diebin jedoch nichts anfangen, so dass die Polizei die weitere Beförderung sicherstellen musste. Peinlich nur, dass wir erst am Jahresanfang schon mal solchen Ärger mit Postdieben hatten: https://heiligenberg-blog.de/?p=1009

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