Spam-Mails an sich selbst schreiben?

Kürzlich vernahm ich, dass jemand an sich selbst einen eingeschriebenen Brief sendete, weil er mit der Postzustellerin ins Gespräch kommen wollte 😉
E-Mails an sich selbst zu senden macht keinen Sinn. So stutze ich als Empfänger, wenn ich eine Mail von mir selbst erhalte und diese automatisch in meinem Spamordner landet.
Früher habe ich den Inhalt dieses Ordners ungeprüft gelöscht. Jetzt kann ich das leider nicht mehr machen, weil auch die echten Mailadressen einiger Kunden durch den Missbrauch von Kriminellen auf die Spammerliste meines Providers geraten sind. Wenn der Spamfilter meines Providers das jetzt öfter macht und die Mail honoriger Leute mit dem Spam versenkt, kann ich mir das Geld für diese Dienstleistung wohl sparen.
Bei Heise habe ich gerade im Newsticker gelesen, dass ein Spammer verhaftet wurde und die Summe der Anklagepunkte für 65 Jahre Gefängnis reicht (hoffentlich bekommt er die auch).
Wenn er nur 35 Millionen Spam-Mails versendet hat, ist das weniger als eine Minute Strafe pro Spamsendung (365*24*60*65 = 34.164.000).
Aber wahrscheinlich hat er soviel Spam versendet, dass auch bei 65 Jahren Haftstrafe noch nicht mal eine Sekunde Strafe pro Sendung anfällt.
Wenn er jedem Empfänger einer solchen Mail eine Sekunde seiner Zeit geraubt hat, sind Strafen von 65 Jahren angemessen – und als Abschreckung für Nachahmer äusserst wünschenswert.

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