Ehemalige Stahlhelmer

Gruppenbild der ehemalige Stahlhelmern

Ein Steine auf Polizisten werfender junger Mann der 68er Generation, welcher es später sogar bis zum Außenminister brachte, wirkt heute aufgrund seiner Gewaltbereitschaft peinlich.
Der Einsatz von Gewalt zur Umsetzung politischer Überzeugungen war in den Jahrzehnten zuvor üblich. In Zeit nach dem 1. Weltkrieg hatten viele Parteien und Organisationen paramilitärisch organisierte Verbände. Die Stahlhelmer waren die größte paramilitärische Organisation in der Weimarer Republik. Die konservativ gesinnten ehemaligen Frontkämpfer des 1. Weltkrieges wurden zum größten Teil nach 1933 in die SA übernommen. Vereinzelt gab es Wiederstände gegen diese sogenannte Gleichschaltung. Durch Säuberungen wurden einzelne Stahlhelmer später aus der SA ausgeschlossen, weil man ihnen Kritik oder Putschgedanken gegen die NS-Regierung unterstellte.
Dieter Hoppe stellt ein altes Foto aus seiner Sammlung zur Verfügung auf dem auch sein Vater abgebildet ist, welcher im Jahr 1937 als ehemaliger Stahlhelmer aus der SA ausgeschlossen wurde. Dieter Hoppes Fundstück erinnert damit an die große Zahl paramilitärischer Verbände jeglicher Couleur, welche am Scheitern der 1. Deutschen Republik mit verantwortlich sind, unabhängig davon, ob sie zum linken oder rechten Spektrum zählten.
In der Wikipedia findet man interessante Informationen zum Bund der Frontsoldaten, welcher als „Stahlhelmer“ auftraten. Daneben gab es den „Roten Frontkämpferbund“ und die „Proletarischen Hundertschaften“, welche sich mit den Stahlhelmern brutale Kämpfe und Schlägereien lieferten.
Die für uns undurchschaubare Komplexität der gepflegten Feindschaften zwischen den Parteien welche damals fast allesamt Schlägertrupps unterhielten, zeigt der Kommentar, den Dieter Hoppe unter dem Bild hinterlassen hat – Zum Vergrössern können Sie auf das Bild oben klicken.
Paramilitärische Organisationen in der Weimarer Republik

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