"Die Sprache ist die Kleidung der Gedanken" Samuel Johnson

Kategorie: Geschichte (Seite 4 von 11)

Gedenken an Geschichtsereignisse im November

Vor 74 Jahren war der 9. November einer der schwärzesten Tage der deutschen Geschichte: Novemberpogrom 1938
Vor 23 Jahren war der 9. November der Tag der Maueröffnung.
Vor 200 Jahren endete Napoleons Siegeszug in Russland. In der Folge waren russische Soldaten auch an der Befreiung Deutschlands von der Fremdherrschaft Napoleons beteiligt. Den russischen Gefallenen der Freiheitskriege wurde auch noch Jahrzehnte später in Kassel und Melsungen gedacht.
Dieter Hoppe hat einige Beiträge zu den Geschehnissen am Beginn des 19. Jahrhunderts veröffentlicht. Eine russische Schülergruppe besuchte Kassel und setzte sich mit den Geschehnissen vor 200 Jahren auseinander. Deren Interesse ist auch der Auslöser eines Nachtrags von Dieter Hoppe: „Der Freiheit eine Gasse“ – Das Löwendenkmal in Kassel – 200. Jahrestag der Niederlage Napoleons in Russland im Jahre 1812 – Russische Schüler wandeln auf den Spuren von General Tschernitschew in Kassel. [pdf-Datei, 6 Seiten, 916 kb]

Gegenwärtige Politik => Avanti Dilettanti

Als der grüne Fraktionschef Joschka Fischer noch kein staatstragender Minister und Vizekanzler war, gebrauchte er diesen Begriff für die Regierung Kohl und deren Unfähigkeit, den Staatsapparat in den Griff zu bekommen und die Staatsverschuldung abzubauen. Anderthalb Jahre später waren Kohl am Ende und die Grünen ein Teil der Regierung.

Manches, was die Regierung Schröder/Fischer bewirkte, war akzeptabel und zielführend, manches war unausgegoren und Klientel-Politik ohne Nachhaltigkeit für das Land. Die Alterspyrami-de führt zusammen mit unserem Rentensystem dazu, dass Menschen mit mittleren Einkom-men in 30 Jahren Renten beziehen, die kaum höher als die Einkommen der Hartz IV Empfänger sind. Der einzige Unterschied ist, dass ihnen entwürdigende Gespräche über Formulare von Arbeits- und Sozialämtern erspart bleiben.

Die Piraten sind keine besseren Menschen. Sie werden in einigen Jahren genauso von Lobbisten infiltriert sein wie die anderen Parteien. Bis dahin gibt es jedoch Hoffnung, z.B., für einen Abbau von Bürokratie und Überwachung und für das Nachdenken über das bedingungslose Grundein-kommen. Wenn es in der Höhe der Hartz IV Bezüge läge, würde kaum mehr Steuergeld benö-tigt als jetzt. Die Beschäftigung ganzer Legionen von Formularprüfern und Regelsatzermittlern ist dann überflüssig. Jeder erhält die gleiche Grundrente und die erworbenen Rentenansprüche werden als Zusatzrente ausbezahlt. Wer im Zuge der Euro-Rettung für die maroden Staaten Südeuropas in Billionenhöhe haftet, der wird auch die paar zusätzlichen Milliarden für ein gerech-tes Sozialsystem stemmen können.

Diese Idee des Grundeinkommens gab es schon vor dem Programm der Piraten. Sie hebt den Wiederspruch zwischen bezahlter und unbezahlter Arbeit auf. Fraglich ist derzeit, ob die unbe-zahlte Erziehungsarbeit von Eltern weniger wert ist, als die Arbeit von Finanzfachleuten, die uns mit ihren Fehlentscheidungen belasten, weil ihre Banken systemrelevant sind? Ist die Zukunft von Eltern und Kindern weniger systemrelevant? Welche Arbeit ist wertvoller, die Arbeit von bezahlten Lobbyisten zur Einflussnahme auf Politiker oder die Arbeit ehrenamtlicher Hospizhelfer?

Blüm hatte keine Ahnung von der Zukunft unserer Renten und Ursula von der Leyen setzt diese Inkompetenz in Sachen zukunftsfähiger Sozialsysteme fort. Zu dem vielen Kleinklein will sie noch etwas Kleines hinzuflicken. Was soll dieses Zersplittern der Sozialabgaben. Rentenversicherung, Krankenversicherung, Pflegeversicherung, Riester, Arbeitslosenversicherung, Zu-schussrente… Braucht man für altgediente Politiker noch ein paar Posten in den Verwaltungen dieses überkommen Sozialsystems welches nicht für den demographischen IST-Zustand aus-gelegt ist?

Hier im Lande darf niemand an Hunger und Krankheit sterben. Das ist Fakt und das führt zu den notwendigen Transferzahlungen. Wer klammheimliche Freunde hat, wenn er Menschen beim Ausfüllen erniedrigender Antragsformulare beobachten kann, wird das jetzige System beibehal-ten wollen.

Die Grünen förderten die Energieproduktion nicht benötigter Solar- und Windenergie ohne gleichzeitig Konzepte für die Verteilung und Speicherung des nicht benötigten und überteuerten Solarstroms voran zu bringen. Familien zahlen jetzt 30 bis 50 % mehr für den Strom. Von der Stromabzocke profitierten zunächst die deutsche und jetzt die chinesische Solarindustrie.

Das fröhliche Avanti Dilettanti geht jetzt an die Grünen Öko-Fantasten. Sie tragen Mitverantwortung dass Urwälder wurden verstärkt abgeholzt werden, um dort Monokulturen für die Erzeugung von Biokraftstoffen anzubauen. Nebenbei steigen die Preise für knapper werdende Nahrungsmittel weil aus Getreide Sprit gemacht wird und aus Mais zusammen mit Gülle Biogas. Die Grünen tragen große Mitverantwortung an der Ressourcenverschwendung unter den Öko-Deckmäntelchen.

Nachdenken über Gedenktafeln

Gedenktafeln_am_ Roten_Turm_ von_Halle

Foto zum Artikel von Dieter Hoppe

Gedenktafeln vereinfachen oft das Geschehen an das gedacht werden soll. Wer nicht am Geschehen beteiligt war, merkt davon nichts. Man nimmt den Text zur Kenntnis und geht weiter. Besteht der Text aus nichtssagenden Worten und Allgemeinplätzen, wird er gleich wieder vergessen.
Am Ende des Krieges hing es oft vom Mut einzelner Persönlichkeiten ab, ob Orte zerstört wurden oder ob sie glimpflich davon kamen. Kürzlich habe ich einen Stollen besichtigt, der zu Goethes Zeiten in Weimar angelegt wurde [Parkhöhle]. Er wurde später zum Luftschutzbunker umgebaut. In 12 Meter Tiefe harrten die Weimarer Bürger dort aus, während die Stadt und damit auch Goethes Haus und weitere wertvolle Kulturgüter im März 1945 zerstört wurden. Dieter Hoppe lebte zur Zeit der Bombardierungen als Schüler in Halle an der Saale. Seine Heimatstadt wurde dank weniger mutiger Persönlichkeiten von der Bombardierung verschont. Felix Graf von Luckner – der Seeteufel aus dem 1. Weltkrieg – war einer der Mutigsten. Er riskierte die standrechtliche Erschießung. Von vielen Seiten wurde er geehrt. Die Stadt jedoch, die dank dieses Mannes von Bomben verschont blieb, installiert eine Hinweistafel deren Inhalt bis auf den Ortsnamen in ihrer Beliebigkeit an vielen Orten befestigt werden könnte. Dieter Hoppe schreibt aus der Rolle des betroffenen Hallensers einen Beitrag welcher die Hintergründe der Nichtzerstörung von Halle darstellt und die handelnden Personen beleuchtet: Gedenktafeln_am_ Roten_Turm_ von_Halle pdf, 8 Seiten.


Nachtrag vom 5. Juni 2012: Dieter Hoppe hatte einen Schriftwechsel mit der Luckner-Gesellschaft aus Halle. Auf deren Website wird auf eine 2. Gedenktafel hingewiesen. Diese Tafel wurde von einer privaten Initiative finanziert. Die Liste der Geehrten enthält auch den Namen von Graf Luckner.

 

Sozialistische Bruderhilfe oder Marshallplan

Zur Rettung Griechenlands wurde kürzlich eine Art Marshallplan vorgeschlagen. Westeuropa gesundete nach dem Krieg dank dieser Marshallplan-Hilfe überraschend schnell.

Die Machtergreifung stalinistischer Kommunisten in der Tschechoslowakei verhinderte dort jedoch die Hilfe zum Wiederaufbau.
Beim Lesen von Dieter Hoppes 6. Teil zur Nachkriegskarikatur erinnerte ich mich auch anderer Zeugen der Tschechischen Nachkriegsgeschichte. Leo Walach war 1968 unser Klassenlehrer. Er lebte als Kind im Sudetenland und wurde als Jugendlicher von dort vertrieben. 1968 war er während der Sommerferien in seiner alten Heimat, als die Tschechoslowakei wieder einmal bevormundet wurde. Er berichtete uns von den vorbeifahrenden Panzerwagen aus den herbeigerufenen sozialistischen Bruderländern. Er sah sie vorbeifahren und beendete wegen der allgemeinen Unsicherheit fluchtartig den Besuch. Bei dieser Erinnerung sah ich mir daraufhin ein Video vom Prager Frühling an.
Viele Details der Erinnerung kamen wieder. Vom damaligen Klassenlehrer Walach, der im Jahr darauf Schulleiter wurde, kann man noch seine Schach-Erfolge im Internet finden. Seine Leidenschaft zum Schachspiel hinterließ Spuren. In einer online nachvollziehbaren Partie aus dem Jahr 2001 hat er nach 54 Zügen gewonnen. Er war in den 60er Jahren mehrfach Schachmeister in Nordhessen. Ohne die Vertreibung nach den Benes-Dekreten wäre er wohl auch Schachmeister im Sudetenland geworden.

Normale Arbeit macht nicht reich

Aus seiner Sammlung von Nachkriegskarikaturen thematisiert Dieter Hoppe die Schieber. Wer als “Insider” über Quellen zu Nahrungs- und Genusslieferanten verfügte, konnte in der Nachkriegszeit durch Schiebereien auf den Schwarzmärkten zu Reichtum kommen. Damit konnten die Startbedingungen in der zukünftigen Bundesrepublik mit ihrer harten DM entscheidend verbessert werden.
Heute werden Vermögen durch Schiebereien an den Kapitalmärkten erzielt. Insofern passt das alte Bild aus Dieter Hoppes Sammlung: Geschoben wurde schon immer. Nur die Dimensionen wurden immer größer.
https://www.youtube.com/watch?v=fjwKTkyRTUE

Karikaturen – Teil 2

Die derzeit in fast allen Medien zu findenden Karikaturen über unseren Bundespräsidenten sind von den meisten Menschen leicht zu interpretieren. Die gleichen Bilder dürften in 60 Jahren für die meisten Menschen belanglos sein und werden höchstens noch von den wenigen Zeitzeugen richtig eingeordnet.
Dieter Hoppe aus Melsungen hat heute die zweite Folge von Karikaturen aus dem Nachkriegsdeutschland kommentiert: Karikaturen 2-7

Der Cartoon mit dem Maulwurf gehört dazu.
Wenn unsere Nachbarländer unsere aktuellen Nachrichten sehen, könnten sie denken: „Welch ein beneidenswertes Land! Spitzenpolitiker werden von Banken trotz Schuldenkrise noch so hoch geschätzt. Zu traumhaften AAA Konditionen können sie sich umschulden und es gibt dort scheinbar nichts Wichtigeres, über das berichtet werden könnte 😉 “
https://www.youtube.com/watch?v=gqfYgjc8boo

Neue Megabytes an erlebter Geschichte

Der Kalte Krieg beginntDieter Hoppe aus Melsungen übergab mir heute weitere 5,5 Megabyte verspürte Geschichte.
Mehr als zwei Stunden dauerte unser Gespräch. Es ging von der aktuellen bis zur und fast 7 Jahrzehnte zurückliegenden erlebten Politik. Akribisch hat er alte Briefmarken, Fotos und Zeitungsausschnitte zusammengetragen. Bei der Betrachtung seiner gesammelten Fundstücke erinnert er sich an die Dinge, die in seinem Umfeld passierten, als er noch Kind oder Jugendlicher war. Viele geschichtliche Entwicklungen, die uns heute gradlinig vorkommen waren es in Wirklichkeit überhaupt nicht.
Die weiße Weste der Sieger blieb nicht rein. Selbst die heutige Sprachreglung „Siegreiche alliierte Armeen waren unsere Befreier“, wurde vom amerikanischen General und späteren Präsidenten Eisenhower damals noch nicht so gesehen.

Das zerrissene Deutschland aus britischer SichtDie französische Armee hatte am 8. Mai 1945, dem Tag der deutschen Kapitulation ihr eigenes Land befreit und startete gleichzeitig mit den Siegesfeiern die blutige Niederschlagung der algerischen Unabhängigkeitsbewegung. Eine Spätfolge der mehr als ein Jahrzehnt dauernden Befreiungskriege in den Kolonien sind die Millionen von algerischen Migranten in Frankreich.
Das ist der Beginn des 35-seitigen Pdf-Dokumentes mit seinen Erinnerungen die Sie jetzt nachlesen können. Anfragen betreffend der Dokumente und der persönlichen Erlebnisse werden von der Redaktion per Email an Dieter Hoppe weitergeleitet. Derzeit hilft Dieter Hoppe einem kleinen Verlag aus Namibia bei der Aufarbeitung von Geschichte in der ehemaligen deutschen Kolonie „Südwestafrika“: https://www.glanz-und-gloria-verlag.com/kontakt.html
Ein Buch ist schon erschienen, ein zweites ist in Vorbereitung.

Dieter Hoppe kommentiert historische Karikaturen

Um politische Karikaturen zu verstehen muß man die aktuelle oder die historische Situation kennen. Ohne erläuternde Kommentare sind viele historische Karikaturen wertlos, weil sie nicht gedeutet werden können .

Viele Menschen werden die im Video karikierten Ereignisse der jüngeren Geschichte nicht verstehen.

Wer jedoch die Bilder des YouTube Videos der Financial Times Deutschland in den historischen Kontext einordnen kann, der versteht auch die Zusammenhänge in den über 60 Jahre alten Spott-Zeichnungen, nachdem er Dieter Hoppes Kommentare gelesen hat.

Karikaturensammlung von Dieter Hoppe im pdf-Format (wird laufend ergänzt)

01 Leben und Überleben, Britische Zone

Melsunger Lehrer im Ruhestand bewegt Gigabytes im Internet

Wer Dieter Hoppes Veröffentlichungen zu historischen Themen lesen möchte, benötigt zunächst Zeit für den Download und dann zum Verständnis des Hintergrundes. Mittlerweile sind es einige hundert Seiten mit vielen Bildern die der Historiker bereitgestellt hat.

In der ersten Liste sehen Sie die 9 pdf-Dateien, welche im März den meisten Verkehr verursacht haben. Otto Philipp Braun liegt „kilobytemäßig“ vorn. Dieter Hoppe erhielt dazu sogar eine Rückfrage von der Financial Times Deutschland. Wegen des Namens des neuen Vorstandsmitgliedes der B.Braun Melsungen AG war die Redaktion auch auf den  Freiheitskämpfer aus der Historie Südamerikas aufmerksam geworden.

Tabelle vom März 2011

Anfragen

kb

URL

87

297792

OttoPhilippBraun.pdf

41

257206

Der Freiheit eine Gasse-Teil3.pdf

33

208878

Der Freiheit eine Gasse-Teil4.pdf

27

178037

Der Freiheit eine Gasse-Teil2.pdf

142

111044

MenschenbildUndStrafvollzug.pdf

35

65170

Rudi-kom-2.pdf

16

53288

Der Freiheit eine Gasse-Teil1.pdf

17

47975

ZwischenVerfolgungUndMiteinander.pdf

26

31286

RudolfHoppesLebenserinnerungen1.pdf

Zum Vergleich die Tabelle vom Oktober 2011 mit dem Stand vom 23.10.:

Anfragen

kb

URL

53

459662

Der Freiheit eine Gasse-Teil2.pdf

34

261083

Der Freiheit eine Gasse-Teil4.pdf

14

134512

Der Freiheit eine Gasse-Teil3.pdf

23

96845

OttoPhilippBraun.pdf

23

94718

Der Freiheit eine Gasse-Teil1.pdf

69

71849

MenschenbildUndStrafvollzug.pdf

36

58491

Canossa.pdf

17

38799

Rudi-kom-2.pdf

24

36883

AufrufZurTeilnahmeAm1Weltkrieg.pdf

Dem Trübsinn ein Ende – Berlin als lockendes Piratennest

https://www.youtube.com/watch?v=vEG5wN4rNBI
Vor mehr als 2 Jahren veröffentlichte ich hier im Blog meine persönliche Wahl-O-Mat Auswertung. Bei einer Selbstkontrolle im zeitlichen Abstand von einigen Tagen deutete sich im Unterbewusstsein schon an, dass es in der bestehenden Parteienlandschaft keine herausragenden persönlichen Präferenzen gibt.
Die Grünen befriedigen nicht mehr den Wunsch nach einem Neuanfang. Sie sind ein gefühlter Teil des Systems, welches Europa und den Euro bei Regierungsbeteiligungen und –entscheidungen an die jetzige Position gebracht hat. Der Vorwurf, dass die Piraten ohne Erfahrung sind, prallt an vielen Wählern ab, weil sie Erfahrung mit der Kompetenz der etablierten Politiker haben, auf die sie gern verzichten möchten. Ehrlichkeit im Eingeständnis eigener Schwächen und Fehlentscheidungen ist wichtig, wenn man glaubhaft nach neuen Wegen sucht. So wie die Grünen vor 30 Jahren die anderen Parteien zwangen, die Ökologie in ihr Programm aufzunehmen, so könnten die Piraten neue Denkanstöße liefern weil sie noch nicht im System eingebunden sind.
Falls sich der Trend beim Wähler fortsetzt, könnten die Piraten schon in zwei Jahren eine echte Bewährungschance haben, falls es im Bundestag für Rot-Grün nicht reicht.

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