"Die Sprache ist die Kleidung der Gedanken" Samuel Johnson

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Journalistenrisiken und -chancen

Journalisten – als 4. Gewalt
Nach Legislative, Exekutive und Judikative wird die vierte Gewalt im Staate den Journalisten zugeordnet. Ihre Veröffentlichungen wirken auf die drei zuvor genannten Säulen des Staates weil sie die öffentliche Meinung beeinflussen. Waren es im letzten Jahrhundert noch hauptberufliche Journalisten, welche die Zusammenhänge um Watergate und Tschernobyl aufdeckten, so kommen in Zeiten des Internet und der sogenannten Social Media auch immer mehr Amateure hinzu, welche die Handlungen von Politikern und Konzernen kritisch beobachten und kommentieren. Einige Doktortitel von Spitzenpolitikern haben keinen Bestand mehr weil hunderte von Freizeitbloggern die Doktorarbeiten vergleichen, die Plagiate kennzeichnen und dann die Peinlichkeiten veröffentlichen.
Die Angst vor medialen Exekutionen in der professionellen Presse oder in den Social Media beeinflusst das Handeln. Der schnelle Ausstieg aus der Kernenergie zeigt, wie Politiker von der öffentlichen Meinung getrieben werden. Ihr wenig nachvollziehbares und überstürztes Handeln lässt viele um die Versorgungssicherheit der Elektrizität fürchten. Die Ereignisse um Stuttgart21 zeigen keine tatkräftig handelnden Politiker, sondern wie die gewählten Vertreter ihre getroffenen Entscheidungen von einer lautstarken Minderheit in Frage stellen lassen getreu dem Motto: “Wer am lautesten schreit setzt sich am Ende durch.” Ohne Berichterstattung gäbe es keine nennenswerten Proteste. Nachhaltiger lässt sich die Wirksamkeit der 4. Gewalt und die Demontage der Exekutive kaum darstellen.
Zufall und Heldentum
Es war ein Journalist, der vom Hubschrauber aus das erste Foto des freigelegten glühenden Reaktorkerns von Tschernobyl machte. Als einer der Wenigen hat er die extreme Strahlung sogar überlebt. Seine Ausrüstung wurde von der Strahlung beim Überflug in Verkennung des bis dahin unbekannten Risikos sofort unbrauchbar gemacht.
Er berichtet im YouTube Video ab Minute 4:10 darüber.
https://www.youtube.com/watch?v=-TgczLGbZSA
Die komplette Dokumentation der Katastrophe ist in 10 Teile aufgeteilt. Die damals noch üblichen Vertuschungsversuche der Verantwortlichen werden offenkundig gemacht. Selbst Staatschef Gorbatschow wird erst mit großer Verspätung über den Ernst der Lage informiert. In Japan wirkten derartige Vertuschungsversuche hilflos, weil es sich nicht mehr verhindern ließ, dass die Explosionen der Reaktorblöcke in Echtzeit weltweit gezeigt wurden. Wenn offizielle Stellen nichts publizieren dürfen, übernehmen Laien die Berichterstattung wie in Syrien oder dem Iran.
Schnell erreichbares Equipment
Beim Terroranschlag in Norwegen waren viele Menschen in der Nähe der Tatorte. Ihre Videos und Bildberichte bildeten die Basis der ersten Berichterstattung. Ein norwegischer Schüler oder Student lieferte auf seinem Kanal einen Zusammenschnitt der ersten Bilder als die Zahl der Toten auf der Ferieninsel noch mit 10 angegeben wurde.
https://www.youtube.com/watch?v=vTaN7-5Rd6A
Die FAZ als seriöses und konservatives Medium bestätigt, dass die Experten meist auch nicht besser sind als die oft gescholtenen Laienjournalisten: https://www.faz.net/artikel/C30280/fernsehkommentare-zum-terror-wer-solche-experten-kennt-braucht-keine-laien-30472105.html
Fazit: Profi-Journalisten werden es immer schwerer haben, ihre Existenzberechtigung und ihr Gehalt zu rechtfertigen. Wer ein Multimedia-Handy hat und ein paar Zeilen schreiben kann, kann bei der Dokumentation der Weltgeschichte mitmachen, wenn er zufällig am Ort des Geschehens ist. Profi-Journalisten kommen natürlich weiterhin bei geplanten Ereignissen voll zur Geltung. Sie werden mit den Profi-Fotografen zu königlichen oder fürstlichen Hochzeiten bestellt. Kein zukünftiger Regent ist mit einem verwackelten Handyvideo und dem Bericht eines Bloggers über seine Hochzeit zufrieden.

Neues Design zu neuer Software

Die Software für den Heiligenberg-Blog wurde jetzt grundlegend überholt. Die Inhalte sind jedoch unverändert geblieben. Grund war eine zum Jahreswechsel bekannt gewordene Sicherheitslücke. Solche Tücken sind wohl in jeder komplexen Computeranwendung enthalten. Es dauert manchmal nur etwas länger, bis die Gefahrenstellen gefunden werden… sonst wäre Wikileaks nicht denkbar.
Die genannte Sicherheitslücke war der Grund, endgültig auf die neue Version umzusteigen.
Um ganz sicher zu gehen, wurde die alte Software gelöscht und keine über den Standard hinausgehenden zusätzlichen Komponenten installiert. Was nicht installiert wird, muss auch später nicht aktualisiert werden. Die neue Version enthält alles, was für Bilder und Texte nötig ist und die neuen Videos kommen sowieso nur noch von YouTube wie das folgende, welches die Schritte bei der Umstellung beschreibt:

Silvesterraketen über Felsberg

In verschiedenen Medien wurde berichtet, dass Edel-Raketen im Trend liegen und weniger die Billig-Böller gefragt sind.
Den Trend zum Edlen konnten wir auch in Gensungen vom sogenannten Heldenhügel aus beobachten.

Wikileaks wird aus Guxhagen finanziert

Bank Transfer – Option 2: via the not-for-profit Wau Holland Stiftung Foundation: This support is tax deductible in Germany“ – Die Spende ist in Deutschland steuerlich absetzbar … so das übersetzte Ende des Zitats.
Die amerikanische Regierung wird darüber nicht amüsiert sein, konnte sie doch mehrfach nicht verhindern, dass geheime Dossiers ihrer Diplomaten aus aller Welt über „Lecks“ an die Öffentlichkeit gelangen. Wikileaks und ihr Gründer werden dort als Staatsfeinde betrachtet, obwohl es noch kein Gesetz gibt, gegen das sie verstoßen haben.
Guxhagen ist der Sitz der gemeinnützigen Wau Holland Stiftung. Sie unterhält ein Spendenkonto bei der Kasseler Commerzbank. Diese sammelte bislang 750000 Euro an Spenden ein und finanziert damit die Arbeit der Organisation, welche die Aufdeckung von unethischem Verhalten in Regierungen und Unternehmen als Ziel nennt.
Herwart (Wau) Holland starb 2001 im 50. Lebensjahr. Wenn man seine Beschreibung in https://de.wikipedia.org/wiki/Wau_Holland liest, denkt man, dass die gegenwärtige Stiftungstätigkeit genau in seinem Sinne ist. Falls es einen Hackerhimmel gibt, wird er dort frohlocken.
Wau Holland ist kurz in einem Tagesschaubericht vom 28.12.1984 zu sehen. Damals hatte der Chaos Computerclub bewiesen, dass das BTX-System für Onlinebanking unsicher ist. Zum Beweis hatte man ohne Legitimation einen sechstelligen Betrag bei der Hamburger Sparkasse umgeleitet. Später engagierte sich Holland für die IT-Bildung von Schülern. Dazu gibt es ebenfalls einen Beitrag bei YouTube:

Schule investiert in Online-Präsenz

Beim Treffen des Fördervereins der Radko-Stöckl-Schule in Melsungen wurden die geförderten Projekte vorgestellt. Dazu gehörte auch der runderneuerte Auftritt im Internet einschließlich der Moodle-Lernplattform. Online Angebote werden zur Ergänzung des Unterrichts immer notwendiger. Schüler können dort mühelos das bereitgestellte Material abrufen. Oftmals werden Links ausreichen, um verpasste oder nicht verstandene Unterrichtseinheiten bei anderen Quellen abzurufen. Als aktiver YouTube Reporter beobachte ich schon längere Zeit den Kanal des Mathe-Professors Jörn Loviscach, welcher seinen Vorlesungen der Allgemeinheit bereitstellt. Die Videos mit seinen handschriftlichen Aufzeichnungen auf einem Grafiktablett wurden schon mehr als eine Million Mal aufgerufen. Sie sind frei zugänglich und könnten auf jeder Moodle-Plattform oder auf Websites kostenlos eingebunden werden, so wie auch tausende Videos anderer Lehrer, welche bei YouTube mitmachen. Den engagierten Lehrern winkt kein Honorar sondern Lob in den Kommentaren und vielleicht ein spätes Bundesverdienstkreuz – falls unsere Bildungspolitiker in einigen Jahren auch in der Lage sind, den Wert solcher ehrenamtlicher Zusatz-Tätigkeiten für die Bildung in unserem Land zu beurteilen.

Copyleft-Videos für YouTube-Kurs

Für die Teilnehmer des VHS-Kurs „YouTube nutzen“ und die Besucher des kostenlosen YT-Online-Kurses gibt es jetzt risikofrei zu nutzende, selbst produzierte Videos zum Üben auf den neuen YouTube-Kanälen der Kursteilnehmer.

Die Copyleft-Videos im mp4-Format können von der genannten Lern-Plattform wer-weiss-was.net heruntergeladen, bearbeitet und dann auf beliebigen YT-Kanälen wieder hochgeladen werden. (Anm.: Nutzen Sie den Button “Als Gast anmelden”)

Warum das Ganze?

Copyrights und GEMA bereiten vielen YouTube-Nutzern große Probleme. Nur Selbstproduziertes und Material, an dem man die Rechte zum Publizieren hat, darf bei YouTube hochgeladen und veröffentlicht werden. Wer als Kursteilnehmer eigene Videos zur Verfügung hat, der benötigt die bereitgestellten Dateien natürlich nicht zur Durchführung der Übungen.

Neben dem hier eingebetteten Video gibt es im Copyleft-Ordner noch weitere von Konrad Rennert kommentierte Videos. Sie enthalten die mit dem Camtasia-Screenrecorder erstellten Bildschirmaufzeichnungen über diverse kostenlose Angebote zur Erweiterung der Allgemeinbildung.

„Die Sprache gehört dem Volk“

Der Titel ist kein Witz auf Kosten von Germanisten, sondern das steht in einer Resolution des Deutschen Bundestages.
Dem Volk werden dabei die folgenden Gruppen nicht zugerechnet: Beamte, Richter, Soldaten, Studenten oder Schüler.
Offensichtlich hat sich der Beamte, welcher unser Angebot im Bildungsserver aufnahm, exakt an seine Verwaltungsvorschrift gehalten – mit der Folge, dass jemand, der den Titel des Eintrages vom Bildungsserver in seine Adressleiste kopiert, das Bildungsangebot nicht finden wird. Es sei denn, eine schlaue Suchmaschine übersetzt das ß wieder in ss. So wie es die Schweizer schon immer machen
 😉

Excel-Video unter "Dramen" gefunden

Schade, dass ich kein Japanisch kann. Dann würde ich vielleicht erfahren, warum (1.) mein YouTube Video für fortgeschrittene Excel-Anwender unter der Rubrik „Drama“ geführt wird und (2.) daneben Themen wie „Sex in the City“ verlinkt sind. (3.) Auch das Datum ist sehr merkwürdig: Im Jahr 1999 gab es weder YouTube, noch Internet-Videos von mir und schon gar nicht Excel 2007.
Vielleicht hören sich meine Ausführungen über die Logik-Funktionen von Excel für japanische Ohren dramatisch an… Vielleicht klingt meine deutsche Stimme für fernöstliche Menschen oder Suchmaschinen wie orgastisches Stöhnen… Falls jemand die Zusammenhänge erkennt, bin ich für Aufklärung sehr dankbar 🙂

Postdieb im Bereich Gensungen gefasst

Endlich hat die Post einen ihrer Briefkastenentleerer aus dem Bereich Gensungen aus dem Verkehr gezogen. Im August hatten wir erste Diebstähle bemerkt und hier darüber berichtet: 20 Euro kamen nie bei unserem Patenkind an. Einigen Nachbarn ging es mit ihrer Post ebenso. Der Nachforschungs-antrag verlief bisher im Sande. Heute rief mich meine Schwester an. Die Post hatte ihr dankenswerter Weise eine beschädigte Grußbotschaft mit einem Begleitschreiben in einem Schutzumschlag zugestellt. Unser Brief war wohl im Umfeld des Mitarbeiters sichergestellt worden. Wir hatten die Geburtstagsgrüße Anfang Dezember abgesendet. Beigefügt war auch das Aktenzeichen der Strafsache beim Amtsgericht Fritzlar.
Das Aktenzeichen der Strafsache teile ich anderen Geschädigten gern mit – nur nicht hier, weil ich keine Kenntnis der Rechtslage bei Veröffentlichungen über laufende Strafsachen habe.
Vermutlich hat der Dieb die meisten Postsachen nach der Plünderung schnell entsorgt, so dass nur wenige Briefe, wie der an meine Schwester, sichergestellt werden konnten. Der Dieb hat jetzt nicht nur seinen Arbeitsplatz verloren sondern auch noch ein paar Rückforderungen in Sachen gestohlener Wertsachen am Hals.
Mitleid hat man da nicht. Abschreckung durch hohe Strafen ist wichtig, damit in Zukunft die Post auch immer beim Empfänger ankommt. Das Foto stammt nicht vom hiesigen Täter sondern aus dem Internet: Postdiebstahl ist wohl ein weltweites Ärgernis.

Radiergummis für das Internet?

Gibt’s nicht! (s. a. FAZ)
Was macht man am Morgen des 1. Weihnachtstages wenn das Wetter schlecht ist und ein Frühstück überflüssig, weil das ausgedehnte Essen vom Vorabend noch keine Hungergefühle aufkommen lässt? Ich habe mich an früher erinnert. Dabei ging ich an einem im Energiesparmodus schlummernden PC vorbei und gab den Namen eines Klassenkameraden ein. Volltreffer beim 1. Bild. Dann ließ mich das Recherchieren nicht los. Zum nächsten fand ich den Arbeitgeber, den Verein, eine Partei, seine Web Communities. Die Liste der Klassenkameraden aus der Realschul- und Gymnasialzeit wurde abgearbeitet: Einer ist Leiter der VHS in Wilhelmshaven, einer führt die Großbäckerei seiner Vorfahren weiter und macht diese noch größer. – Gut dass die Backwaren viel besser sind als die Website des in Nordhessen bekannten Unternehmens. Andere tauchen in Wettkampflisten von Vereinen auf: „Männer über 50“. Bei den Mädchen ist das schon schwieriger weil diese zur Hochzeit damals noch oft die Namen wechselten. Die Namen aus deren 1. Ehe kennt man manchmal noch, aber die späteren Namen sind unbekannt, wenn man nicht gerade bei seltenen Klassentreffen hört, dass die U. vorübergehend mit einem Kurdirektor verheiratet war. Unsere Beste aus der 11. Klasse kann man noch unter Ihrem Mädchennamen finden. Ihr Mann war einer der wenigen, welcher das damals reformierte Namensrecht nutzte und den Namen seiner Frau annahm. Sie ist Pädagogin geworden, umweltbewusst und ehrenamtlich tätig… So eine Lehrerin wünscht man sich für den Nachwuchs.
Nach den Klassenkameraden wurden Angehörige, Freunde und Bekannte gegoogelt. Über manche ihrer Hobbies und Tätigkeiten war ich noch nicht informiert. Nach meiner Anmeldung bei Facebook konnte ich dann sehen, wer mit wem liiert ist und welche Freunde er jetzt hat. Ob da manche die Kurzvideos über sensible Daten, welche vor den Heute-Nachrichten ausgestrahlt werden, noch nicht gesehen haben?

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