Journalistenrisiken und -chancen

Journalisten – als 4. Gewalt
Nach Legislative, Exekutive und Judikative wird die vierte Gewalt im Staate den Journalisten zugeordnet. Ihre Veröffentlichungen wirken auf die drei zuvor genannten Säulen des Staates weil sie die öffentliche Meinung beeinflussen. Waren es im letzten Jahrhundert noch hauptberufliche Journalisten, welche die Zusammenhänge um Watergate und Tschernobyl aufdeckten, so kommen in Zeiten des Internet und der sogenannten Social Media auch immer mehr Amateure hinzu, welche die Handlungen von Politikern und Konzernen kritisch beobachten und kommentieren. Einige Doktortitel von Spitzenpolitikern haben keinen Bestand mehr weil hunderte von Freizeitbloggern die Doktorarbeiten vergleichen, die Plagiate kennzeichnen und dann die Peinlichkeiten veröffentlichen.
Die Angst vor medialen Exekutionen in der professionellen Presse oder in den Social Media beeinflusst das Handeln. Der schnelle Ausstieg aus der Kernenergie zeigt, wie Politiker von der öffentlichen Meinung getrieben werden. Ihr wenig nachvollziehbares und überstürztes Handeln lässt viele um die Versorgungssicherheit der Elektrizität fürchten. Die Ereignisse um Stuttgart21 zeigen keine tatkräftig handelnden Politiker, sondern wie die gewählten Vertreter ihre getroffenen Entscheidungen von einer lautstarken Minderheit in Frage stellen lassen getreu dem Motto: “Wer am lautesten schreit setzt sich am Ende durch.” Ohne Berichterstattung gäbe es keine nennenswerten Proteste. Nachhaltiger lässt sich die Wirksamkeit der 4. Gewalt und die Demontage der Exekutive kaum darstellen.
Zufall und Heldentum
Es war ein Journalist, der vom Hubschrauber aus das erste Foto des freigelegten glühenden Reaktorkerns von Tschernobyl machte. Als einer der Wenigen hat er die extreme Strahlung sogar überlebt. Seine Ausrüstung wurde von der Strahlung beim Überflug in Verkennung des bis dahin unbekannten Risikos sofort unbrauchbar gemacht.
Er berichtet im YouTube Video ab Minute 4:10 darüber.

Die komplette Dokumentation der Katastrophe ist in 10 Teile aufgeteilt. Die damals noch üblichen Vertuschungsversuche der Verantwortlichen werden offenkundig gemacht. Selbst Staatschef Gorbatschow wird erst mit großer Verspätung über den Ernst der Lage informiert. In Japan wirkten derartige Vertuschungsversuche hilflos, weil es sich nicht mehr verhindern ließ, dass die Explosionen der Reaktorblöcke in Echtzeit weltweit gezeigt wurden. Wenn offizielle Stellen nichts publizieren dürfen, übernehmen Laien die Berichterstattung wie in Syrien oder dem Iran.
Schnell erreichbares Equipment
Beim Terroranschlag in Norwegen waren viele Menschen in der Nähe der Tatorte. Ihre Videos und Bildberichte bildeten die Basis der ersten Berichterstattung. Ein norwegischer Schüler oder Student lieferte auf seinem Kanal einen Zusammenschnitt der ersten Bilder als die Zahl der Toten auf der Ferieninsel noch mit 10 angegeben wurde.

Die FAZ als seriöses und konservatives Medium bestätigt, dass die Experten meist auch nicht besser sind als die oft gescholtenen Laienjournalisten: http://www.faz.net/artikel/C30280/fernsehkommentare-zum-terror-wer-solche-experten-kennt-braucht-keine-laien-30472105.html
Fazit: Profi-Journalisten werden es immer schwerer haben, ihre Existenzberechtigung und ihr Gehalt zu rechtfertigen. Wer ein Multimedia-Handy hat und ein paar Zeilen schreiben kann, kann bei der Dokumentation der Weltgeschichte mitmachen, wenn er zufällig am Ort des Geschehens ist. Profi-Journalisten kommen natürlich weiterhin bei geplanten Ereignissen voll zur Geltung. Sie werden mit den Profi-Fotografen zu königlichen oder fürstlichen Hochzeiten bestellt. Kein zukünftiger Regent ist mit einem verwackelten Handyvideo und dem Bericht eines Bloggers über seine Hochzeit zufrieden.

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Die jüdischen Familien Goldschmidt in Melsungen

Grab, Foto Dieter HoppeAm 26. Mai 2011 werden in Melsungen erneut Stolpersteine zum Gedenken an die während der Zeit des Nationalsozialismus verfolgten und ermordeten Bürger verlegt.
Dieter Hoppe hat umfangreiche Recherchen zur alteingesessenen jüdischen Familie Goldschmidt durchgeführt. Die Dokumente zu den Familien Emil Goldschmidt und Siegmund Goldschmidt können Sie im pdf-Format aufrufen.
Weil Dieter Hoppe als Jugendlicher in Halle ein Zeitzeuge des untergehenden Nationalsozialismus und des dort neu verordneten Sozialismus war, verwendet er gelegentlich Begriffe, wie sie damals gebräuchlich waren. Falls Sie also in seinen Recherchen lesen, dass am Kriegsende „ein schwerer Nazi“ beim Fluchtversuch an der Zwei-Pfennig-Brücke von Amerikanern erschossen wurde, so ist damit kein übergewichtiger oder verfetteter Parteigenosse gemeint, sondern ein fanatischer Anhänger der braunen Ideologie. Der erschossene Melsunger hatte sich besonders bei der Verfolgung und beim Schikanieren jüdischer Mitbürger hervorgetan.

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Dokument einer Improvisation

Seit einer Woche sehen wir, wie Menschen in Katastrophensituationen improvisieren müssen. Freiwillige Feuerwehrleute setzen ihr Leben ein, um mit einfachsten Mitteln die Folgen außer Kontrolle geratener Hochtechnologie zu mindern.
Deutschlands Supergau war der 2. Weltkrieg. Opfer des Nationalsozialismus waren am Ende nicht nur die überfallenen Länder und die Millionen ermordeter Juden und Flüchtlinge jenseits von Oder- und Neiße, sondern auch die deutschen Kindersoldaten. Der gegenwärtige Papst gehört auch zu den Überlebenden dieses letzten Aufgebotes.
Dieter Hoppe berichtete über seinen Bruder. Von Amerikanischen Soldaten nach der Gefangennahme beraubt, erhielt er noch nicht einmal einen Löffel zur Essensaufnahme. Aus einer leeren Konservendose, die er in der Latrine fand, bastelte er sich einen Löffel.
Hier die Kurzfassung des Berichts von Dieter Hoppe:
Nach seiner Gefangennahme Ende April 1945 wurde mein Bruder (Oskar Hoppe) schon im Gefangenenlager von einem GI mit dem Gewehrkolben niedergeschlagen und seines Essgeschirrs mit Besteck beraubt.
Nach Eisenhowers These war mein Bruder ja nicht einmal ein Gefangener sondern „disarmed enemy forces“. Ein Heinrich Himmler und Co. waren da ehrlicher, wenn sie sowjetische Kriegsgefangene als Untermenschen bezeichneten. Ohne diesen selbst gefertigten Löffel und einer Dose, die ebenfalls aus der Latrine stammte, hätte mein Bruder seine flüssige und halbfeste Nahrung wie ein Hund vom Boden schlabbern müssen.

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Staatsanwälte der Bananenrepublik

Diese Bezeichnung “Bananenrepublik” stammt von Ulrich Wickert und kommt in einem der folgenden Videos vor. Die Zusammenstellung enthält Videos, welche aufzeigen, dass es schlecht für unsere Demokratie ist, wenn unsere Staatanwälte weisungsgebunden bleiben.

Falls Staatsanwälte nicht im Sinne der übergeordneten Ministerien handeln, folgt EDEKA. Das steht nicht für ein bekanntes Handelsunternehmen sondern für „Ende DEr KArriere“.
Die Beiträge über Eingriffe in die Arbeit von Staatsanwälten wurden von einem sittenstrengen Herrn an mich als den im Impressum der Melsunger-Stolpersteine genannten Redakteur gesendet. Der Herr befürchtet jetzt, dass die bayerische Staatsanwaltschaft die Sache mit den Zitaten bei der Doktorarbeit von Karl Theodor zu Guttenberg nicht besonders ernst nimmt.

Maulkorb für den Staatsanwalt 1-5

Maulkorb für den Staatsanwalt 2-5

Maulkorb für den Staatsanwalt 3-5

Maulkorb für den Staatsanwalt 4-5

Maulkorb für den Staatsanwalt 5-5 (u.A. Giftgasfabrik in Lybien Rapta)

Ulrich Wickert – Wir sind ein korruptes Land und eine Bananenrepublik

Interview mit Prof. Dr. Hans Joachim Selenz

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James Dean – Forever Young

Er wäre heute 80 geworden. Seinen frühen Tod im Alter von 24 Jahren verursachten weder Rauchen noch Trinken sondern sein Porsche 550 Spyder. Auf dem Heck stand sein Spitzname Little Bastard. Mich hat sein Film “Denn sie wissen nicht was sie tun” inspiriert. Ich hoffe ich weiß es beim HeiligenbergJournal und beim avatar ;-)

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Deutsche Kindersoldaten

Dieter Hoppe hat noch persönliche Erinnerungen an die Kindersoldaten des 2. Weltkrieges. Erst wurden Sie von den Nazis in aussichtlosen Kämpfen um den Endsieg verheizt und dann von den Alliierten unmenschlich behandelt. Lesen Sie selbst.FahnenjunkerO.H.

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Today in History

Mein Großvater, Albert Rennert wurde heute vor 120 Jahren geboren. Als Schüler hatte er immer schulfrei, weil auch der Kaiser Geburtstag hatte. Wilhelm II war genau 32 Jahre älter.

Es gab noch weitere denkwürdige Geschehnisse: Am 27. Januar 1837 duellierte sich der russische Dichter Alexander Puschkin wegen einer Intrige mit einem französischen Gardeoffizier und starb 2 Tage später an seinen Verwundungen. Ein finnischer YouTuber gedenkt dem Ereignis mit einem Video.
Deutsche Geschichte wird auf dem Kanal von AssociatedPress dokumentiert: Vor 66 Jahren wurde das Konzentrationslager Ausschwitz befreit und vor 255 Jahren wurde Mozart geboren.

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In Memoriam

Heute könnten wir den 84. Geburtstag meines Vaters feiern. Er ging an einem Oktobermorgen im Jahr 1984 in Korbach zur Arbeit und starb 2 Stunden später im dortigen Krankenhaus an einem Herzinfarkt.

Was auf dem Kanal von AssociatedPress anlässlich des 18. Januar bereitgestellt wird, sehen Sie im kurzen Video:

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Geschichtsverfälschung durch Auslassung von Fakten

Dieter Hoppe beschreibt die Verfälschung von Geschichte durch Ausblenden von nicht genehmen Fakten in seinem heutigen Beitrag.
Das Thema ist aktueller denn je. Viele Politiker wollen das Internet ‘regulieren’.
Wikileaks ist deren Problem, weil die Organisation dafür steht, dass auch Unliebsames an die Weltöffentlichkeit gelangt. Wenn man nordkoreanische Verfehlungen publiziert hätte und jemand deshalb dort eingekerkert würde, wäre er ein Freiheitsheld. Weil aber die Tötung von westlichen Journalisten aus einem US-Helikopter ins Internet gestellt wurde, sind die Organisation und ihr Chef jetzt ein Staatsfeind der USA. Dumm ist nur, dass man noch keine Anklage erheben konnte, weil gegen kein geltendes US-Gesetz verstoßen wurde. Vielleicht muss Julian Assange auf Drängen der USA in Schweden eine lebenslängliche Haftstrafe wegen Kondommanipulation absitzen.
In Deutschland hat man aus der Spiegel-Affäre gelernt und geht nicht mehr plump vor, wie es jetzt die Ungarn beim neuen Medienrecht tun. Hier bemüht man das Jugendschutzgesetz, um eine für den WDR erstellte Dokumentation einzukassieren. Die von Dieter Hoppe zitierte zweiteilige Dokumentation „Warum sie Hitler wählten“ ist derzeit noch bei YouTube in 13 Abschnitten abrufbar:

Warum sie Hitler wählten Teil 1:

(1/7)http://www.youtube.com/watch?v=nr-LlP3jH94

(2/7) http://www.youtube.com/watch?v=pJMTpnzaTgk

(3/7) http://www.youtube.com/watch?v=VmMrKmaRsYg

(4/7) http://www.youtube.com/watch?v=IhLqbTBaHzM

(5/7) http://www.youtube.com/watch?v=woSaFdfUxis

(6/7) http://www.youtube.com/watch?v=QnDBSHYmuqI

(7/7) http://www.youtube.com/watch?v=_Kqtd0Z18AA

Warum sie Hitler wählten Teil 2:

(1/6) http://www.youtube.com/watch?v=ObdxuS8XaFo

(2/6) http://www.youtube.com/watch?v=vC_nnAf4iXE

(3/6) http://www.youtube.com/watch?v=Bpyi4ZiPQno

(4/6) http://www.youtube.com/watch?v=b_CPflKhbv0

(5/6) http://www.youtube.com/watch?v=R_iyuWd8qRE

(6/6) http://www.youtube.com/watch?v=9JhK2T3s3u8

Bei der deutschen Amazon-Niederlassung und auch im Buchhandel ist der zweite von Dieter Hoppe zitierte Film, „The Soviet Story“ derzeit nicht im Angebot. Er ist hier wohl “unerwünscht”. Für ca. 25 Dollar kann der Film mit einer Auswahl von 15 Sprachen bei Amazon.com bestellt werden:

http://www.amazon.com/Soviet-Story-15-Languages/product-reviews/0615274641/ref=dp_top_cm_cr_acr_txt?ie=UTF8&showViewpoints=1

Einen zehnminütigen Trailer gibt es bei YouTube:

Lesen Sie einen weiteren Beitrag aus Dieter Hoppes Lebenserinnerungen:
Schicksal ehemaliger alliierter Kriegsgefangener, Fremd- und Zwangsarbeiter
in den von den Sowjets eroberten Gebieten des Deutschen Reichs

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Neues Design zu neuer Software

Die Software für den Heiligenberg-Blog wurde jetzt grundlegend überholt. Die Inhalte sind jedoch unverändert geblieben. Grund war eine zum Jahreswechsel bekannt gewordene Sicherheitslücke. Solche Tücken sind wohl in jeder komplexen Computeranwendung enthalten. Es dauert manchmal nur etwas länger, bis die Gefahrenstellen gefunden werden… sonst wäre Wikileaks nicht denkbar.
Die genannte Sicherheitslücke war der Grund, endgültig auf die neue Version umzusteigen.
Um ganz sicher zu gehen, wurde die alte Software gelöscht und keine über den Standard hinausgehenden zusätzlichen Komponenten installiert. Was nicht installiert wird, muss auch später nicht aktualisiert werden. Die neue Version enthält alles, was für Bilder und Texte nötig ist und die neuen Videos kommen sowieso nur noch von YouTube wie das folgende, welches die Schritte bei der Umstellung beschreibt:

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