In dieser Woche erhielten wir zweimal einen Entschuldigungsbrief von der Deutschen Post mit dem Betreff “Verzögerte Aushändigung Ihrer Sendung“
Einmal war es eine im Frühjahr bestellte CD und zwei Tage später waren es dann zwei Karten für die Bad Hersfelder Festspiele. Aufführungstermin war der 24. August. Die Vorstellung war wohl verregnet aber als Zuschauer hätten wir mit warmen Decken im Trockenen gesessen, wenn die Karten eine Woche früher hier gewesen wären. Ein Polizist aus Melsungen nahm unsere Schadensersatzforderung auf. Sollten die 96 Euro Schadensersatz für die verregnete Vorstellung bei uns demnächst eingehen, werden diese der Katastrophenhilfe der Diakonie gespendet, damit bei größeren Überschwemmungen geholfen werden kann.
Ärgerlich war nicht nur, dass die Karten verloren gingen, sondern auch, dass sie als Geschenk von einer sehr netten alten Bekannten kamen, die uns wahrscheinlich als undankbar empfand, weil wir uns nicht dafür bedankten.
Der Postmitarbeiterin, die das zweite Schreiben aus dem eigenem Haus überbrachte war das sichtlich peinlich. Es scheint, dass die Post nicht nur einen ehemaligen Vorstandsvorsitzenden hat, der Vertrauen verspielte, als er Steuermillionen in Lichtenstein hinterzog, sondern auch noch viele kleine schwarze Schafe, die sich über unsere Briefe hermachen, um daraus Bares zu entwenden. Mit Opernkarten und Bildungs-CDs konnte der Dieb / Diebin jedoch nichts anfangen, so dass die Polizei die weitere Beförderung sicherstellen musste. Peinlich nur, dass wir erst am Jahresanfang schon mal solchen Ärger mit Postdieben hatten: http://heiligenberg-blog.de/?p=1009
… für die einen ist er der meistgesuchte Kriminelle (Lichtenstein) für den Bundesnachrichtendienst ist er ein Segen und Quell neuer Erkenntnisse über Steueroasen.
Der Lieferant der DatenCD hat ein Buch geschrieben und stellt es kostenlos bereit. Geld benötigt er nicht mehr, seit ihm die CD zum mehrfachen Millionär gemacht hat.
Durch das Internet kann jeder zum weltweit gelesenen Autor werden – auch wenn er keinen Verlag findet.
Hier der Link zum 652 Seiten langen Buch: http://www.geld-money-argent.info/DerFuerst_DerDieb_DieDaten.pdf
Wenn man sich an sein 5. Lebensjahr zurückerinnern kann, dann sind die Jüngsten mit Kriegserfahrung jetzt 70 Jahre alt und die, welche als letztes Kinderaufgebot zu den Flakhelfern und für den Volkssturm eingezogen wurden, sind alle über 80.
Das ist die Generation des aktuellen Papstes vom Jahrgang 1927, der als Jugendlicher Flakhelfer eine BMW-Fabrik bei München verteidigen sollte.
Zeitzeugen sterben bald aus. Es bleiben neben den Denkmälern noch viele Wochenschauberichte und das, was von der Kriegsgeneration niedergeschrieben wurde.
Dieter Hoppe hatte schon vor einigen Wochen die „Frühe Kindheit bis zur Militärdienstzeit“ seines Bruders Rudi im Teil 1 aus dessen Biografie zusammengestellt.
Heute war ich wieder zu Besuch bei Hoppes und habe die Teile 2 bis 4 zur Mitnahme in die Redaktion auf den Memorystick übertragen, um sie hier unverändert zu veröffentlichen.
Seine Veröffentlichungen im Internet machen Dieter Hoppe in fernen Ländern bekannt. Zurzeit fasst er eine Biografie eines Melsunger Polizisten für einen Namibischen Kleinverlag zusammen, welcher die deutsche Kolonialherrschaft dokumentiert.
Als „Internet-Verleger“ muss ich nicht wie die klassischen Verleger mit Papier haushalten – Sie erhalten alles ungekürzt. Der Teil 2 zu Bruder Rudis Lebenserinnerungen umfasst die Zeit des 2. Weltkrieges und der Kriegsgefangenschaft. Der Teil 3 handelt vom Leben in der Sowjetischen Besatzungszone/DDR und der Flucht in die Bundesrepublik Deutschland einschließlich der Berufstätigkeit und dem Ruhestand in der Bundesrepublik Der Teil 4 besteht aus Nachbetrachtungen.
Dieter Hoppe stellte in Gesprächen fest, dass vielen Menschen aus den jüngeren Generationen die vorkommenden Begriffe und Zusammenhänge in den Aufzeichnungen seines Bruders völlig fremd sind. Er hat deshalb farbig gekennzeichnete Erläuterungen eingefügt
Den „Wahlzettel“ aus dem Jahr 1938 und die Briefmarken aus der Nachkriegszeit gibt es auch in den Aufzeichnungen.
Was heute noch in vielen Krisengebieten Afrikas an der Tagesordnung ist, passierte in den Jahren 1944-45 millionenfach in Mitteleuropa.
Über die Verbrechen der Roten Armee durfte schon kurz nach dem Krieg berichtet werden. Das erhöhte die Wehrbereitschaft der Bundesrepublikaner im Kalten Krieg. http://de.wikipedia.org/wiki/Verbrechen_der_Roten_Armee_im_Zweiten_Weltkrieg#Vergewaltigungen
Es gab aber auch unter den deutschen Soldaten und den Westalliierten Vergewaltiger: Sexualverbrecher konnten in den Wirren der Krieges schon immer leicht ihre Taten begehen. Dieter Hoppe hat als Zeitzeuge einige Berichte aus seinem Umfeld gesammelt. Ein Ausschnitt ist vor kurzem in der HNA erschienen. Hier gibt es den ungekürzten Text: [mehr]
Der Titel ist kein Witz auf Kosten von Germanisten, sondern das steht in einer Resolution des Deutschen Bundestages.
Dem Volk werden dabei die folgenden Gruppen nicht zugerechnet: Beamte, Richter, Soldaten, Studenten oder Schüler.
Offensichtlich hat sich der Beamte, welcher unser Angebot im Bildungsserver aufnahm, exakt an seine Verwaltungsvorschrift gehalten – mit der Folge, dass jemand, der den Titel des Eintrages vom Bildungsserver in seine Adressleiste kopiert, das Bildungsangebot nicht finden wird. Es sei denn, eine schlaue Suchmaschine übersetzt das ß wieder in ss. So wie es die Schweizer schon immer machen
;-)
Die Eder (früher Edder) hat ihre Quelle im Wittgensteiner Land (Rothaargebirge, NRW). Sie mündet südlich von Kassel in die Fulda. Mehr von der Geografie erfährt man in der Wikipedia. Der Urheber der Videos wurde im Kreis Waldeck geboren. Am 22. Mai 2010 fuhr er am späten Nachmittag und Abend die ca. 55 km lange Strecke vom Ort seiner Kindheit zu seinem jetzigen Wohnort Gensungen im unteren Edertal. Motiviert durch Googles Streetview schnallte er eine Kamera fest und dokumentierte den Radweg. Von den 4 Stunden Fahrtzeit blieben ca. 40 Minuten Video übrig. Die Tonaufzeichnung wurde mittels Audioswap durch Musik wenig bekannter Interpreten ersetzt.